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Oschatz Schmannewitzer feiern erstmals Abendmahl mit Kindern
Region Oschatz Schmannewitzer feiern erstmals Abendmahl mit Kindern
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15:00 25.03.2016
In Schmannewitz-Bucha dürfen jetzt auch Kinder – wie hier in Niedersachsen – Abendmahl feiern. Quelle: epd
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Schmannewitz/Ochsensaal

Einen neuen Schritt sind die Mitglieder der Kirchgemeinde Schmannewitz-Bucha gegangen. Am Gründonnerstag haben die Christen das erste Mal Abendmahl mit Kindern gefeiert – in der Region ein Novum. Wenn ihre Eltern zum Altar gingen, um das Abendmahl zu empfangen, konnten Mädchen und Jungen bisher auf den Kirchenbänken sitzen bleiben oder die Erwachsenen nach vorn begleiten und erhielten dort den Segen des Pfarrers. Der Kelch ging aber sprichwörtlich an ihnen vorbei.

Das wollten die Kirchvorsteher in Schmannewitz-Bucha ändern und folgten damit einer Entwicklung, die von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen ausdrücklich erlaubt und in zahlreichen sächsischen Gemeinden bereits praktiziert wird. „Wir haben das im Kirchenvorstand schon ganz lange besprochen. Der Wunsch, auch Kinder zum Abendmahl einzuladen, wurde immer deutlicher“, beschreibt die Schmannewitzer Pfarrerin Kathrin Mette. Im Frühjahr 2015 sei dann schließlich der Beschluss gefasst worden, das anzubieten. Dieses Votum ist Voraussetzung für das gemeinsame Abendmahl. Die Landeskirche empfiehlt darüber hinaus eine gemeindepädagogische Vorbereitung und Begleitung und gestattet den Empfang des Abendmahles allen getauften Kindern ab dem Schuleingangsalter in Begleitung eines Erwachsenen. Auch die Kirchgemeinde folgt diesen Empfehlungen: „Im zurückliegenden Jahr sind die Kinder in der Christenlehre auf das Abendmahl vorbereitet worden. Sie wissen, was es bedeutet und wie es abläuft“, so Kathrin Mette.

Brot steht beim Abendmahl für den Leib Jesu. Quelle: epd

Da Gründonnerstag ohnehin traditionell in der kleinen Ochsensaaler Kirche Abendmahl gefeiert wurde, habe man in diesem Jahr auch die Christenlehrekinder ausdrücklich dazu eingeladen. Zwölf Jungen und Mädchen könnten von nun an der Feier teilnehmen, sofern sie von ihren Eltern oder Paten begleitet werden. „Das selbstständige Abendmahl ist weiter an die Konfirmation gebunden“, so Mette. Mit der neuen Regelung erhofft man sich in der Gemeinde eine engere Bindung von Schülern an die Kirche und ihre Traditionen. Mitunter sei es Jugendlichen im Konfirmationsalter unangenehm, plötzlich vor aller Augen am Altar zu stehen und das Abendmahl zu empfangen, hat die Pfarrerin beobachtet. „Es ist einfach schöner, wenn man das von Kindesbeinen an als etwas Selbstverständliches und Schönes erlebt.“

Das Abendmahl wird in den Kirchen als Erinnerung an das letzte Mahl gefeiert, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Dazu werden Brot und Wein – meist Hostien und vielerorts Traubensaft – gereicht. Der Gottesdienst zum Abendmahl folgt einer eigenen Liturgie, ist die Feier eröffnet, kommt die Gemeinde – bisher überwiegend die konfirmierten Erwachsenen – im Altarraum im einem Kreis zusammen und empfängt dort das Abendmahl.

Von Jana Brechlin

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