Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Schmannewitzer starten bei den Six Days
Region Oschatz Schmannewitzer starten bei den Six Days
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:38 03.10.2012

"Der Tag beginnt früh. Nachdem wir bereit sind, ist das wichtigste das Motorrad und kleine Blitz-Reparaturen in zehn Minuten", so André Decker aus Schmannewitz über den Rennalltag. Darauf folgen acht lange und harte Stunden auf den Bikes. "So eine Woche zehrt extrem an den Kräften", so Dirk Schumann, der gemeinsam mit Decker für das deutsche Team Gas gab.

Die Bedingungen waren optimal für die Fahrer, denn erstmals nach 23 Jahren fanden die Red Bull Six Days in Deutschland statt. "Sonst sind die Rennen in Übersee und das Verschiffen der Ausrüstung ist ein logistisches Meisterstück", so Decker. Daher konnte das 43-köpfige Nationalteam endlich mal ganz entspannt an die Etappen gehen.

Der geplante Kurs führte über eine Länge von 1400 Kilometern quer durch Mittel- und Westsachsen. Trotz guter Planung hatten die Abschnitte für die Fahrer ihre Tücken. Das stellte auch Dirk Schumann fest: "Die Strecken waren gut, aber durch den starken Regen am Donnerstag wurde das Fahren zu einer echten Herausforderung". Umso spektakulärer war es aber für die Zuschauer, die die Strecken säumten. Laut Zählungen des ADAC waren es teilweise bis zu 50 000 Begeisterte, die die Teams mit Spruchbändern und Rufen anfeuerten. Besonders aufregend wurde es, wenn Fahrer im Matsch stecken blieben oder über herausragende Wurzeln stürzten. Schwere Verletzungen gab es aber nicht.

Ganz ohne Zwischenfälle gingen die Tage auch an Decker nicht vorbei: "Am ersten Tag traf mich ein Stein, der durch meinen Vordermann aufgewirbelt wurde, am Unterarm und verletzte mich leicht". Wenn man einmal verletzt ist, dann schleppt man die Blessuren die restlichen Tage mit sich und sie erschweren die Fahrten noch mehr. Doch die Strapazen nehmen alle Fahrer gern in Kauf. Weder Mensch noch Motorrad wurden geschont. "Bei so manchem Fahrer ist durch Wurzeln und Steine die Auspuffanlage entschärft wurden, doch so etwas wird fix wieder in Stand gesetzt", beobachtete André Decker.

Trotz straffen Zeitplanes, Dreck und Muskelschmerzen bleibt neben der Strecke aber auch genug Zeit für zwischenmenschliche Kontakte. "Die Six Days sind für uns Sportler eine super Gelegenheit, Kontakte mit anderen Nationen zu knüpfen", erinnerte sich André Decker. Er fand auf dem Parkplatz ein Handy. Nach einigen Recherchen wurden dann die Eigentümer ausfindig gemacht. "Es waren Kanadier, die mir zum Dank Kanada-Mützen schenkten", so der ehrliche Finder.

Insgesamt kann das deutsche Team auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Von insgesamt 80 Mannschaften erkämpften sie sich den 18. Platz. Sieger in fast allen Gruppen waren aber die Franzosen. "Dort wird der Sport ganz anders gefördert als hier in Deutschland. Dadurch sind die Bedingungen für Fahrer um einiges besser", so Dirk Schumann. Nichtsdestotrotz sind die beiden Fahrer aus der Region guter Dinge, was die nächsten Rennen der Saison angeht.

Janette Petermann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Sommer 2012 ist vorbei, und damit endet auch die OAZ-Aktion "Sommer im Sucher". Wir veröffentlichen in der heutigen Ausgabe die eingesandten Urlaubsfotos, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden.

02.10.2012

Auf dem Bahnsteig in Richtung Leipzig des Oschatzer Bahnhofes sah es am Sonntag und gestern aus wie auf einem Schlachtfeld. Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Sonntag mit Schottersteinen zwölf Scheiben von zwei Wartehäuschen sowie die Anzeigentafel eingeworfen.

01.10.2012

Die gefährlichen Noroviren haben auch am Wochenende für neue Krankheitsfälle in den Kindereinrichtungen der Stadt gesorgt. Die Zahl der neu Erkrankten steigt aber nicht mehr so schnell wie in der vergangenen Woche.

01.10.2012
Anzeige