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Schmetterlings-Projekt in Naundorf beendet: Falter flattern in die Freiheit

Bildung Schmetterlings-Projekt in Naundorf beendet: Falter flattern in die Freiheit

Es war der krönende Abschluss des diesjährigen Projektes „Natur zum Anfassen“ auf der Schmetterlingswiese in Naundorf. Die Kinder der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Naundorf staunten nicht schlecht. Sie erlebten vor Ort, wie die in den vergangenen Wochen sich aus Raupen entwickelten Schmetterlinge in die Freiheit entlassen wurden.

Von der Raupe zum Schmetterling: Zum Projekt gab es reichlich Informationsmaterial.

Quelle: Dirk Hunger

Naundorf. „Bitte die Brennnesseln stehen lassen!!! Sie werden für die Projektarbeit benötigt“ – mit diesem Hinweisschild appellierte die Ökologische Station Naundorf auf ihrer Schmetterlingswiese im Ort an die Bürger, der blühenden Pracht keinesfalls mit Sense oder Rasenmäher zu Leibe zu rücken. Denn seit Mitte August beteiligte sich die Öko-Station am diesjährigen Projekt „Natur zum Anfassen“ von Mitgas und EnviaM, das unter dem Motto „Die Wiese – eine Oase für Schmetterlinge und Regenwürmer“ stand. So erfuhren die Mädchen und Jungen von den Mitarbeiterinnen der Öko-Station zunächst Wissenswertes zum Beispiel über den Lebensraum, die Ernährung und die Fortpflanzung der Würmer und Insekten. „Insgesamt sieben Klassen mit 165 Kindern aus Oschatz, Strehla, Calbitz, Wermsdorf und Mügeln beteiligten sich an unserem Projekt“, resümiert Stationsleiterin Annett Erdmann.

Neun Schmetterlinge frei gelassen

Ein Höhepunkt zum Abschluss der informativen Veranstaltungen für Schüler der Klassenstufen zwei bis sechs war der Tag, an dem die in der Öko-Station geschlüpften Schmetterlinge im Beisein der Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Spatzennest“ Naundorf in die Freiheit entlassen wurden. Dicht umringt und gespannt verfolgten die Kinder den Augenblick, als Annett Erdmann vier Tagpfauenauge und fünf Distelfalter – einen nach den anderen behutsam aus ihrem Behältnis hob. „Einfach sitzen lassen, mal gucken, wo sie hinklettern. Wenn wir Glück haben, reißen sie nicht gleich aus“, kommentierte Erdmann.

Innerhalb weniger Wochen verpuppten sich die Raupen, die sich von Brennnesseln ernährten und schließlich als stattliche Falter aus ihren Kokons schlüpften. „Das zu verfolgen, ist nicht nur für die Kinder toll, sondern auch wir Erwachsenen haben so etwas noch nicht gesehen“, gestand die Stationsleiterin. Auf der Schmetterlingswiese hatten die Kinder auch die Gelegenheit, Spinnen und Grashüpfer zu beobachten und den vielfältigen Geräuschen in der Natur zu lauschen.

Nicht nur dieses Projekt begeisterte auch Andrea Schwager, die Leiterin der Naundorfer Kindereinrichtung. „Wir sind froh, dass wir die ,Grüne Welle’ im Dorf haben, Frau Erdmann mit ihrem Team so tolle Projekte der Umwelt zuliebe anbietet und unseren Kindergarten stets mit einbezieht. Auf diese Weise wird den Kindern schon frühzeitig ein Umweltbewusstsein vermittelt“, sagte sie.

Kalender 2017 kann mitgestaltet werden

Nach diesen Erlebnissen in der Natur haben die Teilnehmer die Möglichkeit, den Kalender 2017 von „Natur zum Anfassen“ mit zu gestalten. Dafür sind alle aufgerufen, Bilder und Collagen zum Thema als Einzel- oder Klassenarbeit einzureichen. Zwölf der Bilder erscheinen als Monatsbilder im neuen Kalender. Jeder der Künstler erhält am Ende einen Preis von den beiden Energieversorgern.

„Natur zum Anfassen startete 2010 in Sachsen-Anhalt. Im ersten Jahr nahmen 300 Kinder an den Exkursionstagen rund um die Natur teil. Aufgrund der großen Nachfrage und der positiven Resonanz der Schulen erweiterte Mitgas das Projekt. Seit 2013 fördert es auch EnviaM in Südsachsen und in Brandenburg“, teilt Mitgas-Pressesprecherin Cornelia Sommerfeld mit. In diesem Jahr waren nach ihren Angaben 1428 Kinder aus 71 Schulklassen und 46 Schulen in Sachsen bei den kostenlosen Projekttagen auf Naturhöfen dabei. Sommerfeld weiter: „In Nordsachsen und im Landkreis Leipzig gab es einen Teilnehmerrekord: 969 Kinder aus 50 Schulklassen und 32 Schulen nahmen teil. Sie besuchten den Grüne Welle Umweltverein Naundorf, den Reit- und Kinderbauernhof Krasselt in Luppa, das Schullandheim Reibitz bei Delitzsch und das Naturschutzzentrum Groitzsch im Landkreis Leipzig.“

Von Heinz Großnick

Naundorf 51.2568083 13.1087681
Naundorf
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