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Oschatz Schnäppchenjäger kommen in der Oschatzer Innenstadt auf ihre Kosten
Region Oschatz Schnäppchenjäger kommen in der Oschatzer Innenstadt auf ihre Kosten
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12:33 04.09.2016
Schülerinnen und Schüler der Klasse 6.1 des Thomas-Mann-Gymnasiums verkaufen Trödel, um die Klassenkasse aufzufüllen. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Wenn es sein muss, dann geht Hannelore Engel gern auf die Knie vor ihren Kunden. „Das ist besser als jede Art von Sport“, sagt die Casabranerin, die oft auf Trödelmärkten anzutreffen ist und in diesem Jahr schon zum dritten Mal den Tapeziertisch aufgestellt hat. Mit reichlich 100 anderen Trödlern bot sie am Sonnabend ihre Waren im Stadtzentrum an. „Besonders gut gehen heute Holzpuzzles, davon habe ich binnen einer Stunde vier verkauft“, so die Mutter zweier Kinder. Neben Spielzeug und Kleidung, aus denen ihre Zöglinge rausgewachsen sind, hatte sie auch einige Bücher dabei.

Tochter Rebecca unterstützte ihre Mutter und machte dabei schon mehr Umsatz als die Mutter. „Tja, ich habe sie eben gut angelernt“, schlussfolgerte sie. Allen Krempel, der zum Verkauf stand, hatte sie nicht dabei. „Irgendwann ist das Auto ja auch mal voll“, so die Casabranerin.

Leonard Zwicker hatte neben allerhand aussortierten Gesellschaftsspielen („Manche stammen noch von meiner Oma“) unter anderem auch eine einzelne Fahrradgabel im Angebot. „Ich habe mit meinem Vater zusammen ein Fahrrad aus alten Teilen neu zusammengebaut. Die Gabel war dafür leider zu kurz“, berichtete der Schüler aus Oschatz. Im Frühjahr, parallel zum Autofrühling, ist rund um das Stadt- und Waagenmuseum immer etwas mehr los als im Spätsommer. Genau wie im Mai herrschte aber am Sonnabend ideales Trödelwetter, so dass auch zahlreiche Neugierige auf der Suche nach Schnäppchen unterwegs waren. Uwe Wegner aus Stennschütz etwa war mit Tochter Lisa auf der Suche nach Babykleidung. „Ich werde demnächst Großvater“, so Wegner. Die Erstausstattung für den Neuankömmling in der Familie bekommt man auf einem Trödelmarkt zwar nicht komplett zusammen, aber günstiger wird es dadurch auf jeden Fall.

Fündig wurden Wegners am Stand von Kathleen Schmolke. Die Oschatzerin war zum dritten Mal beim Oschatzer Trödelmarkt dabei. Die abgelegten Klamotten von Sohn und Tochter machten das Gros ihres Trödels aus. „Ich gehe hier zwar nicht mit der Prämisse ran, das große Geld zu machen, aber für jedes Stück gibt es eine Untergrenze“, nannte sie ihre Devise beim Feilschen. Was sie an einem solchen Tag draußen nicht los wurde, das wird dann im Internet beim Online-Auktionshaus Ebay veröffentlicht. „So oder so, einen Zuschuss für die Urlaubskasse bringt mir das allemal“, freute sie sich.

Von Christian Kunze

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