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Schneeweiße Putzkolonne

Schneeweiße Putzkolonne

und es fließt: Für rund 18 000 Menschen in der Region Oschatz ist dieser Vorgang die normalste Sache der Welt. Damit die Qualität des Trinkwassers stimmt, ist derzeit eine Putzkolonne des Versorgers Oewa unterwegs.

Hahn aufgedreht. Der Frühjahrsputz dauert für Roland Hammers Männer in Weiß das ganze Jahr und ist diesmal erst am 18. Dezember zu Ende. "An diesem Tag reinigen wir den letzten Wasserbehälter bei Grimma", sagt Hammer, Gruppenleiter Trinkwasser für den Bereich Oschatz in der Niederlassung Döbeln. Hammers dreiköpfige Putzkolonne ist nicht nur in der Niederlassung Döbeln im Einsatz, sondern auch in Grimma und im Erzgebirgsbad Thalheim.

 

Im Versorgungsgebiet gibt es 44 Behälter. Der größte steht in Döbeln und kann bis zu 4500 Kubikmeter Trinkwasser aufnehmen. Der Hochbehälter in Striesa, der aus zwei Kammern mit je 1200 Kubikmeter Fassungsvermögen die Region Oschatz versorgt, ist Mittelmaß und wurde bereits im März geputzt. Der kleinste Behälter mit 50 Kubikmetern befindet sich im Wasserwerk Großböhla und ist erst wieder im April nächsten Jahres dran.

 

"Trinkwasser", betont Hammer, "ist ein Lebensmittel." Nicht ohne Grund werde das Trinkwasser so häufig und intensiv kontrolliert wie kein anderes Produkt, informiert er. Die hygienischen Anforderungen seien hoch - auch für die Speicheranlagen. Die Behälter werden alle zwei Jahre geputzt.

 

Drei Mitarbeiter des Unternehmens wurden extra für das Reinigen der Wasserspeicher geschult. Bevor die Putzkolonne in einen Behälter steigt, muss der leer sein. "Das Trinkwasser wird vorher allmählich ins Netz abgegeben, damit die Verluste so gering wie möglich ausfallen", erläutert Pressesprecherin Tina Stroisch das Prozedere.

 

Die Experten hüllen sich dann in schneeweiße Schutzanzüge - nur ihre Gesichter bleiben frei. Mit teleskopverlängerten Schrubbern und Wasserschläuchen mit Düsen klettern sie in die Behälter und rücken den Verunreinigungen zu Leibe. Eine spezielle Beleuchtungsanlage sorgt dafür, dass die Putzkolonne dabei nicht im Dunkeln tappt. Haben die Fachmänner ihr Werk vollendet, wird der Speicher wieder befüllt. Das Gesundheitsamt nimmt anschließend eine Wasserprobe, um die Qualität zu begutachten.

Frank Hörügel

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