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"Schnell und unkompliziert helfen"

"Schnell und unkompliziert helfen"

Jedes Jahr im Sommer wechselt die Präsidentschaft in den Lions-Clubs. Das ist in Oschatz nicht anders: Vor Kurzem übergab Dr. Mario Günther, ärztlicher Direktor und Chefchirurg an der "Collm Klinik", das Amt an Holger Schmidt.

Der 46-Jährige ist Kfz-Meister und Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses, seit 2001 Mitglied bei den Lions und außerdem als Oschatzer Stadtrat (CDU) aktiv. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Im Interview erklärt Holger Schmidt die Aufgabe des Oschatzer Lions-Clubs, seine Pläne für die kommende Amtszeit und blickt auf das Benefizkonzert des Clubs am 29. August in der St. Aegidienkirche.

 

Wozu ist der Lions-Club da?

 

Ich sehe unsere Hauptaufgabe darin, vor Ort Menschen zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind. Wir haben ja gerade in der jüngeren Vergangenheit ein Ereignis gehabt, bei dem wir regional, schnell und unkompliziert Hilfe leisten konnten - bei der Flutkatastrophe. Außerdem ist die Unterstützung von Kindern in der Region ein weiterer Schwerpunkt. Da sind wir zum Beispiel seit einigen Jahren mit unserer Kinderweihnachtsfeier oder der Finanzierung von Ausflügen von Kindern sehr aktiv.

 

Die Arbeit bei den Lions läuft ehrenamtlich - neben dem Beruf. Für Sie als Autohaus-Geschäftsführer kommt nun das Präsidentenamt dazu - mit weiteren Aufgaben. Was hält Sie bei der Stange, was hält Sie im Club? Was nehmen Sie selbst mit aus dieser Tätigkeit?

 

Für mich ist der Aspekt, aktiv anderen helfen zu können, der Grund, der mich im Club hält. Und: Wir haben ein sehr aktives Clubleben. Es kommen gleichgesinnte Menschen zusammen, die an einem Strang ziehen. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren. Der Kreis schließt sich für mich mit dem Spruch, der im Oschatzer Ratssaal zu lesen ist: Gemeinwohl geht vor Eigenwohl. Das trifft auch für die Arbeit der Lions auf den Punkt zu.

 

Wie wird das Engagement finanziert?

 

Vor allem durch unser Benefizkonzert, das jeden Sommer veranstaltet wird, und durch die Verkäufe auf dem Weihnachtsmarkt.

 

Was erwartet uns beim diesjährigen Benefizkonzert am 29. August? Warum lohnt es sich, dabei zu sein?

 

In diesem Jahr haben wir wieder versucht, einen musikalischen Höhepunkt in Oschatz zu setzen. Mit dem Kammerorchester des Leipziger Symphonieorchesters haben wir einen hochkarätigen Partner gefunden. Besonders freut es mich, dass auch der Oschatzer Lehrerchor wieder dabei ist. Seit vielen Jahren ist der Lehrerchor eine große Bereicherung für unser Benefiz-Konzert. Und das quasi zum Nulltarif. Denn abgesehen von einer kleinen Zuwendung durch uns bereiten sich die Mitglieder des Chores unentgeltlich auf das anspruchsvolle Konzert vor. Sie sorgen für eine ganz besondere Note und noch mehr Heimatgefühl im Konzert.

 

Auf was können Sie bei Ihrer gerade begonnenen Arbeit aufbauen?

 

Ich ziehe den Hut davor, was mein Vorgänger Dr. Mario Günter innerhalb seiner zeitlichen Möglichkeiten gemacht hat - also neben seiner Arbeit als ärztlicher Direktor und Chefarzt an der "Collm Klinik". Ich sehe keine großen Baustellen, die er hinterlassen hat. Er hat sich um die Clubarbeit und alle Aktivitäten gut gekümmert. Und er hat sich, wenn es nötig war, die Hilfe dazugeholt. Das ist ja auch das Entscheidende an unserem Clubleben: dass nicht einer alles macht, sondern dass man die Arbeit auf viele Schultern verteilt. Neben den Ämtern wie Präsident, Vize-Präsident und Schatzmeister haben wir für jede Aufgabe das passende Mitglied.

 

Was haben Sie sich für Ihre Präsidentschaft vorgenommen?

 

Neben der Weiterführung unserer bewährten Veranstaltungen bin ich daran interessiert, Kontakt zum "Rotary-Club Torgau" aufzunehmen. Auf dem Weihnachtsmarkt waren ja beide Clubs mit Ständen vertreten - da gab es auch schon mal das eine oder andere Gespräch. Der Rotary-Präsident Georg Stähler und ich wollen uns mal zusammensetzen. Ich sehe durchaus Möglichkeiten, Aktivitäten zu bündeln, gemeinsam etwas zu veranstalten. Ich sehe die Rotarier nicht als Konkurrenten. Man kann sich ruhig mal ansehen, ob es Synergien gibt, ob sich - an der einen oder anderen Stelle - Kräfte bündeln lassen.

 

Was wollen Sie in einem Jahr über Ihre Amtszeit sagen können?

 

Den Club in meiner Amtszeit wieder ein kleines Stück nach vorne gebracht zu haben. Jeder Präsident hat seine persönlichen Anliegen eingebracht. Ich wünsche mir, dass wir weiter aktiv zusammenarbeiten. Dass wir sagen können: Wir haben wieder etwas bewegt und vielleicht auch ein Stück weit etwas Neues implementiert. Ich möchte grundsätzlich das beibehalten, was gut funktioniert. Alles, was neu auf uns zukommt, müssen wir uns ansehen, vielleicht hier und da einen neuen Schwerpunkt setzen und damit versuchen, den Club weiter voranzubringen.

Björn Meine

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