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Oschatz Schnelles Internet in Nordsachsen kommt später als geplant
Region Oschatz Schnelles Internet in Nordsachsen kommt später als geplant
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21:10 22.03.2018
Glasfaserkabel sorgen für ein schnelles Internet (Symbolfoto). Quelle: dpa
Torgau

Ursprünglich sollte der Breitbandausbau in Nordsachsen bis Ende 2019 realisiert sein. Doch die Ausschreibungen sind so umfangreich, dass dieser Termin nicht zu schaffen ist. „Wir haben den Realisierungszeitraum deshalb verlängern müssen. Der Bund hat die Fördermittel jetzt bis Ende 2020 zugesagt“, informierte Landrat Kai Emanuel (parteilos) zur Kreistagssitzung am Mittwoch auf Schloss Hartenfels in Torgau.

So viele Haushalte sind unterversorgt

Förderfähig seien im Landkreis Nordsachsen Gebiete mit einer Übertragungsrate von unter 30 Mbit. Hinzu kommen Gebiete mit Eigenausbau durch die Telekom bis Ende 2018. Die Städte Schkeuditz und Eilenburg haben laut Emanuel zudem eigene Projekte gestartet, die im gesamten Projekt nicht enthalten seien. Ohne Schkeuditz und Eilenburg gebe es etwa 77 850 Haushalte, davon 33 400 Haushalte, die eine Versorgung von unter 30 Mbit haben und nach den Förderrichtlinien als förderfähig gelten. Die Kreisbehörde habe eine Technologie anbieterneutrale Ausschreibung gewählt. Festgelegt sei, dass bei 100 Prozent dieser Haushalte mindestens 50 Mbit vorliegen müssen und in mindestens 80 Prozent der Fälle 100 Mbit.

Auch Schulen profitieren

Als Besonderheit bezeichnete Emanuel die Tatsache, dass in dieses Projekt alle Schulen integriert worden sind. Dafür gebe es ein gesondertes Förderprogramm, dass in der Ausschreibung Berücksichtigung fand. Die Angebotsfrist endete am 3. März. „Wir sind jetzt im Verhandlungsverfahren und gehen davon aus, dass dieses bis Ende März abgeschlossen werden kann“, sagte der Landrat. Bis alle Anschlüsse vorliegen, rechnet Emanuel Ende 2020.

Mehrere Angebote habe die Kreisbehörde für alle Lose bekommen. Wenn die Entscheidung für ein Angebot getroffen sei, müsse der Landkreis die Unterlagen beim Fördermittelgeber, dem Bund, und anschließend beim Land einreichen. Nach Prüfung durch die Bundesnetzagentur können dann die endgültigen Fördermittelbescheide gefertigt und die Verträge unterzeichnet werden. Anschließend beginne der Ausbau.

Was ist mit den Eigenmitteln?

Kreisrat Michael Friedrich (Die Linke) wollte vom Landrat wissen, ob der Bund auch die von der neuen sächsischen Regierung angekündigten Übernahme der Eigenmittel akzeptiere. „Wie ist da der Verhandlungsstand?“, fragte Friedrich. Der Landkreis habe den Fördermittelantrag auf 100-prozentige Förderung präzisiert, antwortete Emanuel. „Sie können davon ausgehen, dass wir dementsprechend verfahren.“

Von LVZ

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