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Schon 3590 Euro Spenden für Familie Hentzschel in Oschatz

Hilfsaktion „Ein Licht im Advent“ Schon 3590 Euro Spenden für Familie Hentzschel in Oschatz

Die OAZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ bringt eine Flut von Spenden für die Familie Hentzschel in Oschatz, die sich eine neue Küche wünscht. Bisher haben die OAZ-Leser bereits eine Summe von 3590 Euro gespendet. Unterstützt wird die Aktion von der Diakonie Oschatz.

Beraterin Ilona Naake und Geschäftsführer Gernot Dörfel von der Diakonie wissen um den Hilfebedarf in der Region.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Eine ungeplante Schwangerschaft, drückende Schulden, familiäre Sorgen – all das sind Gründe, weshalb Menschen bei der Diakonie in Oschatz um Rat suchen. Manchmal führen Arbeitslosigkeit oder Trennung in eine Abwärtsspirale, andere geraten nach dem Tod ihre Partners in Not. So wie Madlen Hentzschel aus Oschatz, die ihren Mann durch eine Krebserkrankung verloren hat und nun allein mit fünf Kindern ihren Alltag meistern muss. Auch sie hat bei der Diakonie Rat und Hilfe gefunden und soll nun, dank der Spenden aus der Region, eine neue Küche bekommen.

Soziale Beratung als Brückenbauer

Eine wichtige Anlaufstelle im Angebot des Evangelischen Diakoniewerkes Oschatz-Torgau ist die allgemeine soziale Beratung. Gernot Dörfel, seit September geschäftsführender Vorstand, bezeichnet diese als „Brückenbauer“. „Hier wird generationsübergreifend gearbeitet, der Kontakt zu anderen Beratungen, zu Behörden oder Trägern wie dem Internationalen Bund vermittel“, beschreibt er. Insgesamt ist das Angebot der Diakonie im Altkreis Torgau-Oschatz auf drei Schwerpunkte aufgebaut: So betreibt das Werk ein Pflegeheim, bietet Hilfen für Suchtkranke und psychisch Kranke und eben Unterstützung für Familien. Zu letzterem gehören etwa die sozialpädagogische Familienhilfe in Torgau, die Schwangerenberatung, der Jugendmigrationsdienst oder der ambulante Hospizdienst. „Die Diakonie schlägt wirklich den Bogen von der Beratung vor der Geburt bis hin zur Begleitung bis zum Tod. Wir versuchen immer Hilfe zu leisten“, unterstreicht Gernot Dörfel.

Jeder kann zur Beratung kommen

Gerade zur allgemeinen sozialen Beratung sei der Weg der Hilfesuchenden kurz, hat der geschäftsführende Vorstand gleich in den ersten Monaten erfahren. „Hier herrscht eine große Offenheit. Jeder wird mit seinen Problemen ernst und angenommen, und das spricht sich rum. Auch wenn wir nicht die Welt retten können, haben wir in Oschatz ein ganz engagiertes Team von Mitarbeitern, das viel für die Menschen leistet“, lobt Dörfel die acht Beschäftigten vor Ort. Grundsätzlich könne jeder zur kostenlosen Beratung, durch von der Landeskirche Sachsen finanziert wird, kommen, versichert Ilona Naake von der Diakonie Oschatz. Eine Kirchenzugehörigkeit sei keine Voraussetzung, um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Am häufigsten sind es Alleinerziehende, die als erstes die allgemeine soziale Beratung aufsuchen. „Die Probleme sind dort oft am größten und dazu vielschichtig“, weiß Ilona Naake. An zweiter Stelle kommen Familien. Geht es um konkrete Unterstützung, etwa um ein neue Möbel fürs Kinderzimmer werden Gelder bei der Stiftung Hilfe für Familien, mit der die Diakonie zusammenarbeitet, beantragt. In anderen Fällen helfen die Berater beim Beantragen von Mutter-Kind-Kuren. Inzwischen sind es auch zunehmend Rentner, die die Räume in der ehemaligen Suptur aufsuchen. „Altersarmut beziehungsweise die Angst davor spielt inzwischen auch eine Rolle“, hat Ilona Naake erfahren.

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Von Jana Brechlin

Oschatz 51.3006128 13.1059825
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