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Oschatz Schulgesellschaft betreut ausländische Jugendliche in Dahlen
Region Oschatz Schulgesellschaft betreut ausländische Jugendliche in Dahlen
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00:30 24.10.2015
Die Stadtverwaltung hatte für den Dienstagabend kurzfristig zu einer Einwohnerversammlung in das Rathaus eingeladen. Quelle: Dirk Hunger
Dahlen

Die Stadt habe leer stehende kommunale Wohnungen beim Landratsamt gemeldet. Diese seien aber erst nach einer Sanierung oder zumindest Teilsanierung nutzbar. Parallel zu den Bemühungen der Stadt hätten private Hauseigentümer dem Landkreis ihre Angebote unterbreitet. Dazu gehöre auch die alte Schule. "Dort besteht nach meiner Kenntnis noch Klärungsbedarf. Einen Mietvertrag gibt es bisher nicht", betonte der Bürgermeister.

Neben Unterkünften für Flüchtlinge suche das Landratsamt Möglichkeiten, unbegleitete minderjährige Ausländer zu betreuen. Matthias Scheidig, Niederlassungsleiter der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen (ASG) stellte zunächst umfassend die Tätigkeitsfelder der Firma vor. Die ASG habe sich an einem Interessenbekundungsverfahren des Landratsamtes beteiligt. "Wir haben das Fachpersonal dafür, solche betreute Wohnformen anzubieten", betonte der Niederlassungsleiter. Er wolle in der Stadt kursierende Gerüchte und Falschmeldungen entgegen treten. "Das wird weder eine Erstaufnahmeeinrichtung noch ein Flüchtlingsheim", erläuterte er.

Vielmehr werde man in einem der vorhandenen Wohnheime eine "vollumfängliche Betreuung" anbieten. Man wolle mit regionalen Partnern zusammenarbeiten, um die Freizeitgestaltung zu organisieren und Alltagskompetenzen der jungen Ausländer zu entwickeln. "Ab 5. Januar werden wir eine Gruppe mit zwölf Jugendlichen betreuen", schilderte Matthias Scheidig die aktuelle Terminplanung.

Günter Sirrenberg, Sozialdezernent des Landkreises, betonte, dass es noch keinen Vertrag mit der ASG gäbe. Für den Betreiber spreche, dass er Erfahrung mit problematischen Jugendlichen habe. Bei einer Einigung, müsse das Heim den ganzen Tag besetzt sein. Auf Nachfragen zum Personalschlüssel äußerte Matthias Scheidig, dass die entsprechenden Gesetze zwei Fachkräfte pro Schicht und Gruppe fordere. Daneben sei technisches Personal im Hause.

Der Dezernent betonte, dass das Landratsamt derzeit nichts über Alter oder Nationalität künftiger Bewohner des Internats wisse. Unbekannt sei auch, ob es sich um Neuankömmlinge handle oder um Jugendliche, die innerhalb Deutschlands umverteilt werden sollen.

Axel Kaminski

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