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Oschatz Schutz-Putz für bröckliges Mauerwerk am Schloss Dahlen
Region Oschatz Schutz-Putz für bröckliges Mauerwerk am Schloss Dahlen
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00:42 24.07.2015
Das Schloss Dahlen ist wieder zur Baustelle geworden. Mitarbeiter einer Baufirma bereiten das Auftragen eines Sanierputzes vor. Quelle: Dirk Hunger
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Andreas Richter, zweiter Vorsitzender des Schloss- und Parkvereines, betont ausdrücklich, dass das Schloss nicht verputzt werde. Es handele sich um eine Sicherungsmaßnahme, um das Mauerwerk vor zerstörenden Witterungseinflüssen zu schützen. In Folge dessen, dass das Dach des Bauwerkes seit vier Jahren wieder verschlossen sei, würden seither die zuvor durchnässten Mauern wieder trocknen. Dabei ändere sich das Volumen des Putzes und der Steine - allerdings in verschiedenem Maße. Die Folge sei, dass Fugen ausbrechen und sogar Steine herabfallen. Mit dem Sanierputz soll es gelingen, die Schadsalze im Mauerwerk zu binden und so Fugen und Mauerwerk zu sichern. Diese Vorgehensweise habe der Verein mit der Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt und dem Landesamt für Denkmalschutz abgesprochen. Am Südflügel hatte der Verein für diese Sicherungsmaßnahme insgesamt über 40 000 Euro aufgewendet. Darin steckten neben den Eigenleistungen zirka 36 000 Euro Förderung. Seit Mitte Juni stehen die Fördermittel für die nächsten Fassadenflächen bereit. Sie würden sich, so war es aus dem Verein zu erfahren, in etwa der gleichen Höhe bewegen wie 2014. Im vergangenen Jahr hätte das Geld allerdings erst im September zur Verfügung gestanden."Wir werden zirka ein Vierteljahr dafür benötigen, den Sanierputz aufzutragen", erläutert Andreas Richter. Allerdings sei in dieser Zeitspanne eine Pause zum Umrüsten eingeplant. Wenn das jetzt eingerüstete Westportal und der Giebel des Nordflügels gesichert seien, werde man das Gerüst auf der Rückseite des Schlosses aufbauen. Auch in diesem Jahr würden sich die Vereinsmitglieder wieder mit Eigenleistungen einbringen. Einen ersten Arbeitseinsatz zum Abhacken der Reste des alten Putzes habe es bereits gegeben. Vor Beginn der diesjährigen Arbeiten hat es nach Angaben von Andreas Richter noch einmal restauratorische Untersuchungen gegeben. Das sei schon am Südflügel der Fall gewesen. Allerdings sei dort die Befundlage dünn gewesen. "Das Landesamt für Denkmalschutz möchte, wenn hier tatsächlich mal die Fassade geputzt wird, die Originalfarbfassung von 1751 verwirklicht sehen", erläutert Richter. Allerdings sei das Gebäude beim Brand schwer beschädigt und vorher mehrmals neu verputzt und gestrichen worden. Deshalb versuche man, alle Chancen, noch weitere Befunde zu bekommen, zu nutzen. "Unser Ziel ist es, noch in diesem Jahr am Südflügel eine Musterachse aufzutragen", sagt der zweite Vorsitzende des Schloss und Parkvereines. Die Abstimmungen dazu seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Allem Anschein nach sei das Schloss ursprünglich schlicht weiß angestrichen gewesen. Wahrscheinlich seien die Einfassungen der Fenster und Türen in anderen Farben ausgeführt worden.

Axel Kaminski

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