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Oschatz Schwan im Naturbad Luppa an Vogelgrippe gestorben
Region Oschatz Schwan im Naturbad Luppa an Vogelgrippe gestorben
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14:55 09.02.2017
Kein Tretboot und kein Badespaß: Ein echter, im Naturbad Luppa aufgefundenen Schwan ist am Geflügelpest-Virus H5 verendet. Rund um die Fundstelle wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Quelle: Archiv Dirk Hunger
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torgau/ Dahlen/ Luppa

Seit gestern liegt Dahlen wegen der Vogelgrippe wieder im Sperrbezirk. Das Landratsamt Nordsachsen hat Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet eingerichtet, nachdem der Befund des Friedrich-Loeffler-Institutes zu einem am 2. Februar im Naturbad Luppa tot aufgefundenen Schwan vorlag. Darin war der Erreger vom Typ H5 festgestellt worden.

Zum Sperrbezirk mit drei Kilometern Radius um die Fundstelle gehören neben Teilen der Dahlener Innenstadt der Ortsteil Radegast und die Sauenzuchtanlage Schwarzer Kater sowie die Wermsdorfer Ortsteile Luppa, Malkwitz, Calbitz (außer Sandmühle) und Kötitz. Die dazu erlassene Allgemeinverfügung legt fest, dass Geflügel nur in Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung mit nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung gehalten werden darf. Daneben ist unter anderem die Jagd auf Federwild und das Verbringen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln aus diesem Gebiet heraus untersagt.

Geflügelhaltern aus Dahlen werden diese Bestimmungen bekannt vorkommen. Nach dem Fund eines toten Schwanes auf dem Schwanenteich der Heidestadt war der dazu gehörende Sperrbezirk erst am 25. Januar aufgehoben worden. Das Beobachtungsgebiet mit weiteren sieben Kilometern Radius war bis gestern Abend gültig. Bürokratisch ist es daher korrekt, dass die Straßenmeisterei gestern ein neues Beobachtungsgebiet ausgeschildert hat und heute die Hinweisschilder des vom „Dahlener“ Schwan verursachten Gebietes abbaut.

Ausbrüche der Geflügelpest wurden in dieser „Saison" im Landkreis Nordsachsen neben den Fällen in Dahlen und Luppa am Großen Teich in Torgau, in Delitzsch, Zschepplin, in Rackwitz und in der Schladitzer Bucht registriert. Außerdem reicht das Beobachtungsgebiet nach dem Fund eines toten Schwanes am Leipziger Elsterwehr in den Landkreis hinein.

Von Axel Kaminski

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