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Schwarze Kutten-Köpfe sorgen in Oschatz für Verwirrung

Lutherjahr Schwarze Kutten-Köpfe sorgen in Oschatz für Verwirrung

Der Oschatzer Künstler Joachim Zehme verbindet seine Kunstwerke oft mit Geschichten, um den Betrachter neugierig zu machen und ihnen die Einordnung in die Geschichte von Oschatz zu erleichtern. Die Interimstafel mit den zwei Mönchen in Kutten weist darauf hin, dass das noch nicht alles sein kann. „Wir haben unsere Hausaufgaben für das Lutherjahr gemacht“, sagte Zehme.

Künstler Joachim Zehme mit seinem vorläufigen Vorschlag für die Luthertafel. Er will neugierig machen, und es ist ihm gelungen.

Quelle: Foto: Dirk Hunger

Oschatz. Eine provisorische Tafel mit zwei schwarzen Kutten-Köpfen und dem Namenszug D. Martinus Lutherus hängt seit dem Mittelalter-Wochenende 19./20. März in der Frongasse – und sorgt für Verwirrung in Oschatz. Der Künstler Joachim Zehme hat die Tafel hier angebracht, denn 2017 ist Lutherjahr.

Joachim Zehme erklärt: Es gibt eine Verbindung zwischen Oschatz und dem Reformator. Die Steintafel – sie soll zum Reformationsfest am 31. Oktober in diesem Jahr angebracht werden und das jetzige Provisorium ersetzen – soll einen Abriss der Entwicklung des Christentums in der Region zeigen. Dazu Zehme: „Die erste Fassung des Lutherdenkmals, eine vorläufige Tafel, schmückt seit einigen Tagen die Giebelseite Nord der ehemaligen Terminei (Terminei oder Terminieren ist ein Begriff aus dem Bereich der mittelalterlichen Bettelorden) der Augustiner zu Wittenberg in der Oschatzer Frongasse.“ Der Künstler spricht in Bezug auf das Wirken Luthers von einer glücklichen Kette menschlich-humanistischer Erlösung und Befreiung aus dem Sumpf von Starrsinn und Zwanghaftigkeit, wobei der Mensch auf der Strecke bleibt.

„Kann man Revoluzzer dazu sagen? Die Menschen brauchen solche Freunde, die auf Missstände aufmerksam machen und dabei Kopf und Kragen riskieren.“ Allerdings hätten Revolutionen auch den Nachteil zunehmender Individualisierungen, „sprich Vereinsamungen inklusive Missverständnisse, weil von Menschen gemacht“.

Das Lutherdenkmal wird weiter entwickelt. „Es soll 2017 ein durchaus akzeptabler Beitrag zum Luther-/ Reformationsjubiläum werden.“ Interessenten könnten die Inschrift einmal in Latein lesen und in deutscher Sprache.

Von Gabi Liebegall

Oschatz 51.3006128 13.1059825
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