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Oschatz Schwimmen wie eine echte Meerjungfrau in Oschatz
Region Oschatz Schwimmen wie eine echte Meerjungfrau in Oschatz
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00:41 24.07.2015
Eine kleine Nixe: Lene Frenkel (9) beim Meerjungfrauen-Schwimmen im Platsch in Oschatz. Quelle: Dirk Hunger
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Nicht etwa ein unter Kindern beliebtes Katzengesicht entsteht, sondern die Neunjährige erhält glitzerbunten Lidschatten und andere Glitzereffekte im Gesicht aufgetragen. In ihre Haare bekommt Lene weiße Rosenblüten als Reif gesteckt, ehe Lack über Gesicht und den restlichen Kopf versprüht wird. "Nun ist alles wasserfest", erklärt Sabine Schönborn.

Sie muss es wissen, denn seit vergangenem Jahr tourt sie mit ihrer Schwimmschule Swimolino beruflich durch die Bäderwelt und bietet ein "Meerjungfrauen-Schwimmen" an. Das findet immer mehr Zuspruch bei Mädchen, denn viele lieben den Film "H2O - und plötzlich Meerjungfrau!". "Wer ihn gesehen ist, träumt davon, einmal selbst eine kleine Meerjungfrau zu sein. Genau das bieten wir und wer Lust hat, kann nicht nur so umherschwimmen, sondern auch ein Unterwasserfoto im Kostüm mit nach Hause nehmen", erklärt Schönborn beim Schminken. Sie hat alle Hände voll zu tun, erhält deshalb Unterstützung von zwei Assistentinnen. Immerhin wurden über 50 Kinder für das Meerjungfrauen-Schwimmen mit Fotoshooting angemeldet.

Die gelernte Krankenschwester und Schwimmlehrerin gründete im Februar 2014 ihre eigene Schwimmschule. Auf der Suche nach etwas Besonderem dafür entdeckte sie die Magic-T-Flosse, eine Art Monoflosse wie sonst im Tauschsport angewendet, als Meerjungfrauen-Flosse gestaltet. Seitdem bietet sie als einzige in Sachsen Kurse und Shootings im Meerjungfrauen-Flossenschwimmen an.

Für viele von den im Platsch angemeldeten Kindern - auch für die neunjährige Lene aus Oschatz - war die Teilnahme ein Geschenk für ein sehr gutes Zeugnis. Fertig geschminkt wurde es anschließend für Lene und die anderen Mädchen ernst, die spezielle Schwimmflosse in Gestalt eines Meerjungfrauen-Unterteils sowie den dazu passenden Bikini überzuziehen. Hilfe gab es von den Assistentinnen, die dann auch für die ersten Bewegungen im Wasser manchen Tipp parat hatten. Doch lange dauerte es kaum, bis der Meerjungfrauen-Nachwuchs das Schwimmen mit der Monoflosse drauf hatte. Glückliche Gesichter und erfüllte Mädchenträume überall! Nach einer halben Schwimmstunde und dem Fotoshooting war das 50 Euro teure Vergnügen vorbei.

Unschöner Nebeneffekt: Begleitende Eltern und Großeltern mussten den vollen Platsch-Badeintritt bezahlen, auch wenn sie gar nicht ins Nass wollten, zudem waren die Rutschen gesperrt. Unfreundliches Personal und weder passende Meerjungfrauen-Deko noch eine musikalische Einstimmung auf das Thema - all das zusammen sind kein Aushängeschild für das Freizeitbad.

Bärbel Schumann

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