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Oschatz Schwimmkurse für Flüchtlinge: Bei Nachfrage herrscht in Oschatz Ebbe
Region Oschatz Schwimmkurse für Flüchtlinge: Bei Nachfrage herrscht in Oschatz Ebbe
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00:36 10.07.2015
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Oschatz

Von Gabi Liebegall

Doch die haben bisher keinen Bedarf an einem Schwimmkurs angemeldet.

Die Kreisbehörde Nordsachsen hat die Aufgabe zu integrieren, Flüchtlingen den Rahmen für ein würdiges Leben zu schaffen. Das große Ziel sei, "Flüchtlingen eine würdige Unterkunft zu bieten und sie in Arbeit zu bringen". Das betonte der Sprecher der Landkreisbehörde Rayk Bergner auf Anfrage dieser Zeitung. Das funktioniert nur mit Hilfe von Vereinen und Privatpersonen. Ihr Engagement ist unentbehrlich, sagte er. Den Aktivitäten seien keine Grenzen gesetzt.

Sollte ausgehend von dem Unglück in Bayern über Schwimmkurse nachgedacht werden? "Über dieses konkrete Angebot haben wir noch nicht gesprochen", sagte Bergner. Und seitens der Behörde sei auch nicht vorgesehen, Schwimmkurse anzubieten. "Priorität hat das Lernen der deutschen Sprache."

Bezüglich der Angebote sagt Bergner, dass alle Vereine oder Kurse, die es in Oschatz gibt, von den Flüchtlingen genutzt werden können. So habe die Verkehrswacht das Radfahren mit ausländischen Kindern geübt, andere Migranten spielten Fußball in einem Verein.

Iris Kübler, Leiterin des Eigenbetriebes Oschatzer Kultureinrichtungen und Chefin des "Platsch"-Bades, erklärt anfangs, dass sie sehr eng mit Anja Terpitz vom Bündnis für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz (BDMT) zusammenarbeite und schon einige Projekte für die Flüchtlinge umgesetzt habe, zum Beispiel jüngst den Besuch in der Stadtbibliothek (wir berichteten).

"Zum Schwimmenlernen hatten wir bisher noch keine Anfrage", so Iris Kübler. Flüchtlingskinder könnten im Rahmen des Schwimmunterrichts in der 2. Klasse das Schwimmen lernen. "Und wenn eine kleine Gruppe von ausländischen Mitbürgern den Wunsch hat, können sie sich für einen individuellen Kurs anmelden." Auch das sei Integration.

In diesem Zusammenhang unterstrich die Chefin, dass es im "Platsch" für muslimische Frauen und Mädchen möglich sei, im sogenannten Burkini ins Wasser zu gehen. "Das ist eine angemessene Badebekleidung."

Anja Terpitz antwortet auf Anfrage, dass im BDMT schon über das Thema Schwimmenlernen gesprochen wurde: "Ich werde das bei der nächsten Zusammenkunft ansprechen. Ich denke auch, dass dies gerade jetzt im Sommer ein wichtiger Punkt ist."

Geregelt sei bei allen Angeboten, dass die Flüchtlinge die Kosten selbst tragen. "Sie bekommen ja auch Taschengeld." So ein Unglück wie im Freistaat Bayern dürfe sich nicht wiederholen.

Liebegall, Gabi

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