Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Schwitzen wie die Schweine: Tiere leiden unter der Gluthitze
Region Oschatz Schwitzen wie die Schweine: Tiere leiden unter der Gluthitze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 14.08.2015
Oliver Tessmer verpasst den Hängebauchschweinen im O-Schatz-Park eine Dusche. Quelle: Dirk Hunger
Anzeige
Region Oschatz

Von Heinz Großnick, Jana Brechlin und Christian Kunze

Die Tiere in den Gehegen des O-Schatz-Parks haben in den heißen Tagen Rückzugsmöglichkeiten, in denen sie es aushalten können, erfuhr die OAZ bei Gruppenleiterin Margitta Lange. So können sich etwa die beliebten Erdmännchen in ihre Höhlen zurückziehen oder die Ponys stehen im Stall, der Schatten spendet. Dass die Tiere die hohen Temperaturen nicht aushalten, sei bisher nur einmal vorgekommen, und das war nicht in diesem Jahr. "Es ist schon einige Sommer her, da spielte unseren Ziegen die Hitze so übel mit, dass eine Untersuchung durch den Veterinär erfolgen musste", erinnert sich die Margitta Lange. Eine ganz besondere Art der Abkühlung hält das Personal im Oschatzer Tierpark allerdings für die Hängebauchschweine bereit, die ebenfalls bei den Parkbesuchern beliebt sind. "Sie müssen ihre Haut bei dieser Hitze stärker schützen als andere Tiere", weiß Lange. "Deshalb bekommen sie von uns hin und wieder eine kräftige Dusche mit dem Wasserschlauch verpasst."

1500 Kühe stehen in den Ställen der Milchviehanlage der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln. Doch sie müssen nicht bis zur Unerträglichkeit schwitzen. "Wir haben wärmegedämmte Dächer auf unserer rekonstruierten Stallanlage. Die sogenannten Altbauten sind modernisiert und umfangreiche Lüfter eingebaut", sagt Roland Paul, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. In den neu gebauten Stallanlagen seien alle vier Wände offen. "Die Tiere haben genug Platz, und der Wind sorgt für ausreichende Luftbewegung", führt Paul fort und fügt hinzu: "Unsere Tierpfleger beobachten die Trinkwasserversorgung und kümmern sich stets um frisches Wasser." Ebenso werde die Futteraufnahme der Tiere genau in Augenschein genommen und bei Bedarf auch öfter zusätzliches Futter verabreicht, um dem Hitzestress vorzubeugen.

"Noch ist das alles kein Problem", sagt Georg Stähler von der Teichwirtschaft Wermsdorf mit Blick auf das Wetter. Der Juli sei ganz angenehm gewesen, der August aber ein schwieriger Monat. "Wir können das Wetter aber nicht ändern", meint er. Der Wasserstand der vom Unternehmen bewirtschafteten Teiche sei noch völlig ausreichend, einzig die Hitze erfordere Maßnahmen. So habe man die Futtermenge reduziert, um einem Sauerstoffmangel vorzubeugen. Hält die Situation noch länger an, könnte sich das auch auf den Ertrag auswirken. "Im Moment können wir damit gut umgehen. Die Fischwirte in der Lausitz haben es da schwerer, dort gibt es bereits weniger Wasser", weiß Stähler.

Wenig Bewegung und ein schattiges Plätzchen - so halten es die Hochlandrinder vom Highlanderhof in Lampertswalde in diesen Tagen. "Die Tiere leiden schon unter der Hitze, haben sich unter Bäume zurückgezogen und verhalten sich ruhig", kann Maritta Hessler jeden Tag beobachten, "die Highlander machen derzeit keinen Schritt zuviel."

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer sich die Abkühlung im Freibad derzeit nicht leisten kann, ist mit einem Abstecher nach Poppitz gut beraten. In der neu eröffneten Ausstellung der Hofgalerie der Familie Nollau ist auf zahlreichen Bildern Wasser zu sehen - Dagmar Zehnel, geboren in Zeitz, heute mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Leipzig, stellt dort unter dem Titel "by nature" Grafiken, Gemälde und Objekte aus.

14.08.2015

Rund 150 große und kleine Strauße leben auf der Farm von Familie Joite in Thalheim. Seit 2003 gibt Uwe Joite Einblicke in den Alltag der Farm und lässt andere an seinem Wissensschatz über die exotischen Tiere teilhaben.

13.08.2015

Im Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum können Lego-Freunde trotz der Hitze einen kühlen Kopf bewahren. Und dieses Angebot findet eine große Resonanz. Für jene, die gerne auf die Suche nach Details gehen, hat Museumsleiterin Dana Bach zwei knifflige Aufgaben parat.

13.08.2015
Anzeige