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Oschatz Sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Region Oschatz Sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt
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17:33 22.09.2013
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Oschatz

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Vertreter von rund 70 Unternehmen, Institutionen und Ausbildungsbetriebe standen den mehr als 1000 Besuchern Rede und Antwort.

"Nutzen Sie die Gelegenheit. Eine solche Messe gibt es erst wieder im nächsten Jahr. Ich wünsche Ihnen gute Gespräche", gab der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) den Besuchern mit auf den Weg. "Ich weiß, wie wichtig es ist, Schulabgänger in Berufe zu vermitteln und würde mich sehr freuen, wenn viele Jugendliche hier ihren Beruf finden und in der Region bleiben", ergänzte der nordsächsische Sozialdezernent Günter Sirrenberg zu Beginn der Veranstaltung.

An einem Stand im Obergeschoss der Arbeitsagentur duftete es nach frischem Brot und Brötchen. Hier hatte die Bäckerinnung Torgau-Oschatz ihren Info-Stand aufgebaut und zog das Interesse der Besucher auf sich. André Bernatzky prüfte vor den Augen der Zuschauer die Qualität von 22 Brötchen und 23 Broten, die verschiedene Bäcker als Mitglied der Innung auf freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt hatten. Der Schulleiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen konnte den Backwaren eine gute bis sehr gute Qualität bescheinigen.

Peter Wenztlaff vom gleichnamigen Backhaus in Sornzig und Frieder Francke, stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung, zugleich Inhaber der Croissanterie in Torgau, standen den Besuchern Rede und Antwort. "Wir sind hier, um für das Handwerk zu werben und haben wie sehr viele Unternehmen Schwierigkeiten, Nachwuchs zu bekommen", sagte Frieder Francke. Selbst für das bereits begonnene Ausbildungsjahr seien in den Innungsbetrieben noch fünf Ausbildungsplätze für die Berufe Bäcker und Bäckerfachverkäuferin zu haben. "Auch für die nächsten Jahre gibt es genügend Ausbildungsplätze im Bäckerhandwerk", versicherte der Torgauer.

Am Stand von Melanie Müller von der Oschatzer Baumschule gleich neben dem Eingang der Arbeitsagentur informierte sich Sina Graul gemeinsam mit ihrer Mutter Simone über die beruflichen Möglichkeiten. "Ich habe bereits konkrete Vorstellungen und möchte mir ansehen, ob es tatsächlich meinen Erwartungen entspricht", begründete die 15-jährige Schülerin aus Oschatz ihr Interesse. "Wir machen das nicht zum ersten Mal und waren zum Beispiel auch auf der Ausbildungsmesse in Leipzig", erklärte Simone Graul. "Auf solchen Messen kann man sich beizeiten orientieren, weil die Kinder keine Vorstellungen mehr von Berufen haben", fügte die Oschatzerin hinzu.

Gleich zwei Ausbildungsmöglichkeiten präsentierte ihnen Melanie Müller - die Berufe Gärtner Baumschule sowie Gärtner Garten- und Landschaftsbauer. "Wir bilden seit 20 Jahren aus und suchen noch Lehrlinge für das nächste Jahr. Die Bewerber für grüne Berufe sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen." Die Oschatzerin möchte den Besuchern die Branche näher bringen und "schmackhaft" machen und zählt die Vorzüge auf: "Man arbeitet im Freien, kann sehr kreativ sein und am Ende sieht jeder Garten anders aus. Die Arbeit ist auch nach Jahren von Nachhaltigkeit geprägt und man kann zum Beispiel mal seinen Kindern sagen, ,diesen Baum habe ich gepflanzt'". Wer in der Oschatzer Baumschule Müller seine Berufsausbildung absolviert, hat bei entsprechenden Leistungen sehr gute Chancen, übernommen zu werden. "Wir freuen uns, wenn Jugendliche in der Region bleiben und haben die Erfahrung gemacht, dass die eigenen Ausgebildeten Facharbeiter sind, mit denen man langfristig arbeiten kann", resümiert Melanie Müller.

Grüne Berufe stellten auch die Mitarbeiterinnen des Landratsamtes Nordsachsen im Eingangsbereich der Arbeitsagentur vor. "Wir bieten insgesamt 14 grüne Berufe an. Hauptberufe in Sachsen sind Landwirt, Tierwirt, Fachkraft für Agrarservice, Gärtner, Pferdewirt sowie Hauswirtschafter", klärt Behördenmitarbeiterin Anett Zander auf. Hauptsächlich würden Bewerberinnen und Bewerber für die nächsten Jahre gesucht. "Sollten sich jedoch Nachzügler bei uns melden, würden wir auch diese jetzt noch unterbringen. Bis Oktober machen wir noch Ausnahmen. Wer ernsthaftes Interesse hat, kann sich bei uns melden", versichert Zander. An ihrem Stand wollen die Frauen niemanden überreden, "weil in der Landwirtschaft Herzblut dabei sein muss." Es gebe gute Ausbildungs- und auch Studienmöglichkeiten.

"Ich habe mich sehr über die gute Resonanz der Besucher und die vielen positiven Rückmeldungen gefreut. Viele Schüler kamen mit ihren Eltern und nahmen sich gemeinsam sehr viel Zeit für die Berufswahl", resümierte Arbeitsagentur-Chefin Cordula Hartrampf-Hirschberg am Ende der Ausbildungsmesse gegenüber der OAZ.

Heinz Großnick

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