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Oschatz Seifenblasen, Maikirschen und Pferdeäpfel in Merkwitz
Region Oschatz Seifenblasen, Maikirschen und Pferdeäpfel in Merkwitz
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06:01 23.07.2018
Mit einem Seifenblasenflashmob eröffneten die jüngsten Besucher des Dorffestes in Merkwitz am Sonntagnachmittag den Familientag am Sportplatz. Ponyreiten, Kinderschminken, Glücksrad, Hüpfburg und der Spielplatz standen den Jungen und Mädchen bereit. Mit dem Erlös des Pferdeäpfellottos möchte der Sportverein Merkwitz den Tobeort für die Jüngsten erweitern. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Merkwitz

Ein Dorffest in Merkwitz ohne Sport ist wie ein Deckel ohne Keksdose. Deshalb wird auch 25 Jahre nach der Erstauflage unter der Regie des Sportvereins Fußball gespielt. Am Freitagabend duellierten sich die Alten Herren, am Sonnabendnachmittag die Freizeitsportmannschaften. Beide Turniere lockten Teams aus der Region an und beide Turniere wurden von einem Mann federführend gestaltet: Falk Zschäbitz.

Wechsel der Turnierart

Zschäbitz kam am Freitagabend erst aus dem Urlaub – und kümmerte sich nahezu nahtlos um Vereinsbelange. „Angefangen haben wir mit Turnieren im Nachwuchsbereich. Aber mit den zurückgehenden Spielerzahlen und zunehmenden Aktivitäten der Kinder in den Sommerferien, war es bald schwierig, Mannschaften zusammen zu bekommen“, sagt er.

Ein Vierteljahrhundert Engagement

Ohne das Engagement der Mitglieder und Helfer wäre das Fest nicht stemmbar, sagt Vorsitzender Stefan Helbig. „Hier hat jeder seine Aufgaben, man kann sich darauf verlassen, dass es funktioniert – von den Kuchenfrauen über unsere immer beliebter werdende Cocktailbar bis zum Zeltaufbau“, so Helbig. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Aktionen, die das Fest seit einem Vierteljahrhundert bereichern – und mit denen der Verein von sich reden macht.

Fassbieranstich des stellvertretenden Oschatzer Bürgermeisters Jörg Bringewald Quelle: Christian Kunze

Grillmeile abgesagt

Die Grillmeile, am Sonntag als Premiere für 2018 geplant,musste abgesagt werden – weil es nur eine Anmeldung gab. Aus der Not heraus riefen die Mitglieder einen anderen Wettbewerb ins Leben. Von einem Birkenstamm galt es, ein 1994 Gramm schweres Stück abzusägen – entsprechend der Jahreszahl des ersten Dorffestes. Gewinn war ein Gutschein der Bäckerei Taube im Ort.

Kurioses Tippspiel

Die Zahl 7 brachte Thomas Seifert Glück. Auf das Feld mit dieser Nummer wettete der Merkwitzer beim diesjährigen Pferdeäpfellotto. Insgesamt 49 davon standen Pony Annabelle, von manchen auch Antonia genannt, zur Auswahl. Der Wetteinsatz von zehn Euro für das Feld, auf welches das Tier zuerst einen Haufen Kot setzte, kommt in Gänze, also 490 Euro, der Erweiterung des Spielplatzes am Sportplatz zugute.

Fußballdart mit Gustav Hanke (r,) und Peter Raupach Quelle: Christian Kunze

Spannung bis zuletzt

Der Gewinn für Thomas Seifert ist ein Rundflug über die Region, zur Verfügung gestellt vom Oschatzer Fliegerclub. Das etwas andere Tippspiel führten die Merkwitzer vor zwei Jahren schon einmal durch. Damals wie auch dieses Mal dauerte es gut zwei Stunden, bis ein Ergebnis feststand. Die Spannung bleibt bei dieser Gaudi also stets aufrecht erhalten. Gut möglich, dass der Verein die Aktion in den kommenden Jahren wieder aufleben lässt.

Seifenblasen für alle

Am Sonntagnachmittag stiegen zum Familientag am Spielplatz dann schließlich hunderte Seifenblasen in den Himmel. Die ersten 200 Gläschen Lauge dafür sponserte M&M (ehemals Mediation&Marketing). Das Unternehmen hat sich von der „Mediation“ im Namen getrennt – und lüftete endlich das Geheimnis um den neuen Firmennamen. Der lautet „Maikirschen & Marketing“ – inklusive eine neuen Maskottchens, der Herzkirsche „Maiki“.

Ponyreiten mit Melanie Zschernig (r.) Quelle: Christian Kunze

Fokus auf Regionalmarketing

„Wir lieben den ländlichen Raum. Ein blühender Kirschbaum steht für die Idylle der Region“, sagt Inhaberin Anja Helbig. In den letzten Jahren hat sich M&M auf das Regionalmarketing spezialisiert. Für die Kunden ändert sich bis auf den Namen und die E-Mail-Adresse nichts, Ansprechpartner, der Sitz im Gildehaus und sämtliche Kontakte bleiben gleich.

Von Christian Kunze

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