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Oschatz ?Sie leben und lieben ihre Geschichten Geschichten?
Region Oschatz ?Sie leben und lieben ihre Geschichten Geschichten?
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17:27 16.05.2013
Kerstin Helbig (r.) und Eleonore Reichel mögen es makaber-mörderisch. Quelle: Christian Kunze

Zwar dauerte der makaber-mörderisch-witzige Vorleseabend "Wie werde ich Witwe...oder ihn einfach wieder los" wie ein Fernsehkrimi nur rund 90 Minuten, dafür gab es aber gleich eine Handvoll Tote - und viel zu lachen.

In den Texten der beiden "Vorleserinnen", die bereits zum Frauentag in Mügeln präsentiert wurden, sterben (Ehe)-Männer nicht einfach so. Sie werden zerstückelt oder einbetoniert, und das in einer derben und direkten Sprache und vorgetragen in süffisant-schelmischem Ton. OAZ hörte sich unter Besucherinnen und der Handvoll Besucher um, die den Abend alle überlebten.

Die ehemalige Leiterin der Oschatzer Bibliothek Karola Widera freute sich, dass das Angebot der Ausleihe um solche Lesungen erweitert wird. "Damit kann man Leser und somit Nutzer werben und die Außenwirkung der Bibliothek stärken", ist sie überzeugt. Die Vorliebe für den schwarzen Humor der beiden Frauen teilt sie und lobt das Engagement des Duos: "Kerstin und Lorle haben sichtlich Spaß beim Aussuchen und Vortragen der Texte - und damit stecken sie ihre Besucher an", sagt sie.

Anita Häußler aus Mügeln hatte den ersten Termin der Lesung in ihrem Wohnort verpasst und freute sich über die zweite Auflage in Oschatz. Sie hat bereits frühere lustige Leseabende der zwei Frauen besucht und ist begeistert von ihnen. "Die beiden Frauen lieben und leben ihre Geschichten. Ich habe mich prächtig amüsiert und mehrmals laut gelacht", resümiert Häußler.

Jens Zitzmann aus Oschatz fühlte sich trotz mehrerer auf dem Papier vollzogener Männermorde nicht bedroht von dem Gelesenen, zieht aber ein persönliches Fazit daraus: "Ich werde meiner Liebsten jetzt öfter Blumen mitbringen - vorsichtshalber".

Eleonore Reichel selbst würde sich noch mehr Männer im Publikum wünschen. "Die Herren der Schöpfung können den Aufwand, den sie für den Besuch bei uns betreiben, sogar von der Steuer absetzen, schließlich bieten wir ihnen eine Art Fortbildung darin, wie sie es umgehen können, ermordet zu werden", sagte sie augenzwinkernd.

Christian Kunze

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