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Oschatz Sieben uralte Eichen für die Restaurierung der Liebschützberger Mühle
Region Oschatz Sieben uralte Eichen für die Restaurierung der Liebschützberger Mühle
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17:14 20.02.2012
Immerhin rund 250 Jahre alt ist diese Eiche, die Revierförster Jan Petersen hier ausmisst. Ihr Durchmesser beträgt 90 Zentimeter. Sieben Stück davon sind gestern im Stadtwald Oschatz gefällt worden. Das Holz soll für die Sanierung der Bockwindmühle in Liebschützberg verwendet werden. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz/Liebschützberg

Von Heinz Großnick

"Wir haben sehr intensiv gesucht, bis wir die passenden Stämme gefunden haben", sagte Petersen, der den Stadtwald mitbetreut. Die Gemeinde Liebschützberg hatte an den Forstbezirk Leipzig und die Stadt Oschatz eine entsprechende Anfrage gestellt. Gemeinsam mit dem Liebschützberger Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz (CDU) und Hildrun Berger von der Stadtverwaltung Oschatz sei dann vor Ort eine Vorauswahl getroffen worden. "Wir sind stolz, dass das Holz der Gemeinde aus der Region angeboten werden kann und es damit auch für den Denkmalschutz eingesetzt wird", sagte Petersen, der bei dieser Gelegenheit das Wirken der Generationen vor seiner Zeit sowie die jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Oschatz nicht unerwähnt lassen möchte.

Die sieben gefällten Eichen schätzt der Forstoberinspektor auf ein Alter von rund 250 Jahren. Mit dem Fällen der Bäume sei zugleich auch etwas für die Waldpflege getan worden. "Wir möchten hier für jüngere Bäume Platz machen", informiert der Revierförster weiter, der für seine Arbeit ein klares Ziel vor den Augen hat. "Ich sage immer, der Wald ist die Sparbüchse der Kommune. Es geht darum, die Qualität der Bestände weiter zu erhöhen und dadurch eine Wertsteigerung der Flächen für die Kommune zu erreichen." Der Wald sei schließlich in einer harmonischen Einheit von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion zu betrachten. Diesen unterschiedlichen Ansprüchen möchte Petersen mit seiner Arbeit gerecht werden.

Die sieben Eichen sollen nun im März mit Holzschleppern aus dem Stadtwald gezogen und anschließend im Sägewerk Silbermann in Wetitz geschnitten werden.

"Das Sägewerk Silbermann ist eines der wenigen Betriebe in der Region, das für den Denkmalschutz arbeitet und außerdem noch die alte Technik für die Verarbeitung der Stämme hat", so Petersen.

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