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Oschatz Solarpark: Liebschützberger Rat gibt für Planung grünes Licht
Region Oschatz Solarpark: Liebschützberger Rat gibt für Planung grünes Licht
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10:35 20.04.2018
Eine Photovoltaikanlage wie diese, bei der der Boden nicht versiegelt wird, soll bei Bornitz entstehen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bornitz

In ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Räte der Gemeinde Liebschützberg dafür, einen Bebauungsplan für den „Solarpark Bornitz“ aufzustellen. Damit besteht zunächst Planungsrecht.

Wenn diese Unterlagen erarbeitet sind, kann der Investor einen Bauantrag stellen. Für die Energiebauern GmbH, die diese Anlage errichten will, war Firmengründer Sepp Bichler zu Gast im Saal des Wirtshauses „Zur Einkehr“ in Wellerswalde, wo die Sitzung stattfand. Zwar hatte die Verwaltung wegen dieses Themas und der Beratung über die Schließung der Trauerhallen mit vielen Gästen gerechnet und den Saal großzügig bestuhlt, tatsächlich blieben die Räte mit den eingeladenen Experten unter sich.

Bichler legte Wert auf die Feststellung, dass die Energiebauern alle Leistungen aus einer Hand bieten: von der Projektentwicklung bis zum Betrieb. Er betonte, dass es zur Firmenphilosophie gehöre, vor Ort Projektgesellschaften zu gründen. Damit würde die Gewerbesteuer in die Kommunen fließen, in denen die Anlagen stehen und nicht an den bayrischen Stammsitz des Unternehmens. Außerdem sicherte Bichler zu, keine Anteile der Projektgesellschaft an externe Investoren zu veräußern.

Bei Bornitz wollen die Energiebauern einen gegenüber dem ersten Entwurf verkleinerten Standort nutzen. Er liegt südlich der Eisenbahnstrecke und schließt die ehemalige Kiesgrube mit ein. „Es gibt keine Bodenversiegelung. Die Träger für die Module werden eingerammt, die Module darauf aufgeständert“, erläuterte Sepp Bichler die Bauweise. Das Gelände werde eingezäunt und soll nach seinen Vorstellungen mit Schafen beweidet werden. Sein Unternehmen habe im vergangenen Jahr insgesamt Photovoltaikanlagen mit rund 30 Megawatt Leistung errichtet – mit Modulen aus sächsischer Produktion.

Für die Flächen bei Bornitz strebe man langfristige Pachtverträge an und habe bereits Pachtoptionsverträge, antwortete Bichler auf die Frage zu den Eigentumsverhältnissen.

Von Axel Kaminski

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