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Oschatz Solarpark soll im Liebschützberger Ortsteil Bornitz entstehen
Region Oschatz Solarpark soll im Liebschützberger Ortsteil Bornitz entstehen
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00:18 14.07.2017
Einen Solarpark möchte die Energiebauern GmbH im Liebschützberger Ortsteil Bornitz errichten. Quelle: Foto: Jens Büttner
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Bornitz

Das Genehmigungsverfahren für den geplanten „Solarpark Bornitz“ läuft. Die Energiebauern GmbH mit Sitz in Sielenbach in Bayern möchte dort nach eigenen Angaben drei Million Euro investieren. „Wir haben mittlerweile den einstimmigen Aufstellungsbeschluss der Gemeinde. Wir sind jetzt in der sogenannten Beteiligung Träger öffentlicher Belange. Das wird sicherlich noch ein paar Monate dauern“, informiert Geschäftsführer Sepp Bichler über den aktuellen Stand des Vorhabens. Mit dem Landratsamt Nordsachsen habe es bereits ein Gespräch gegeben. „Das war durchaus sehr zielführend“, ist Bichler zufrieden. Allerdings dauere alles seine Zeit, da bei solchen Vorhaben in der Regel 30 bis 35 Träger zu beteiligen seien. Der Geschäftsführer rechnet damit, bestenfalls Mitte nächsten Jahres mit der Realisierung beginnen zu können, da auch noch die Ausschreibungsverfahren für die Abnahme des prozierten Stromes laufen. Die Vergütung pro Kilowattstunde erzeugten Stromes sei in den vergangenen Jahren erheblich geschrumpft und liege laut Bichler derzeit bei durchschnittlich 5,6 Cent. Damit sei man marktfähig. „Photovoltaik gehört mittlerweile zur absolut wirtschaftlichsten Energieerzeugung. Das ist ja immer noch dieser irriger Glaube, dass Photovoltaik das ganze verteuert. Das ist vorbei. Das betrifft alles die Altanlagen.“ Hatte das Unternehmen zunächst die Absicht, in Bornitz 10 Megawatt Strom zu produzieren, sollen es jetzt nur noch fünf Megawatt sein. Hintergrund dafür sei, dass von den ursprünglich zwei geplanten Flächen nur noch die entlang der Bahnstrecke für den Aufbau von Solarmodulen genutzt werden könne. „Der Landwirt hat seine Zusage zurückgezogen“, offenbart Bichler. Aus diesem Grund habe zunächst sogar die Überlegung bestanden, das Vorhaben aufzugeben. Da sich der Stromanschluss aber direkt am Feld befinde, sei die Wirtschaftlichkeit trotzdem gegeben. Ursprünglich hätten Leitungen bis zum Umspannwerk nach Oschatz verlegt werden müssen. Als zweites Argument für die Fortsetzung des Vorhabens nennt Bichler den Standort Kreina in der Gemeinde Naundorf, wo das Unternehmen ebenfalls in einen Solarpark investiert, dort mit einer Summe von fünf bis sechs Million Euro.

Für den Aufbau der beiden Anlagen sollen Module aus sächsischer Produktion zum Einsatz kommen. „Bisher haben wir alle Anlagen mit Solarworld-Modulen gebaut. Wir gehen davon aus, dass Solarworld weiterhin bestehen bleibt, aber momentan sind sie im Insolvenzverfahren“, so Bichler. Schließlich sei man einerseits von der Qualität dieser Module überzeugt und wolle andererseits auch regionale Unternehmen in die Vorhaben einbeziehen.

„Das sind jetzt unsere ersten Projekte in Sachsen und wir sind optimistisch, dass wir hier zügiger durchkommen als in Brandenburg.“ Dort wiehert offenbar der Amtsschimmel. Bichler nennt konkrete Fakten: „In Bayern brauchen wir in der Regel ein halbes Jahr vom Planungsbeginn bis Baubeginn. Das ist in Sachsen auch so. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir ungefähr ein Jahr und in Brandenburg gehen wir von zwei Jahren aus.“

Inzwischen habe die Energiebauern GmbH in Bornitz sogenannte Pachtoptionsverträge für das Land abgeschlossen. Bichlers Resümee: „Die Gemeinde ist sehr kooperativ. Und nach ersten Gesprächen im Landratsamt bin ich sehr optimistisch, dass unser Vorhaben wie geplant verwirklicht wird.“

Von Heinz Großnick

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