Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Sonnige Aussichten: Neues Oschatzer Solarfeld liefert 2400 Haushalten Strom
Region Oschatz Sonnige Aussichten: Neues Oschatzer Solarfeld liefert 2400 Haushalten Strom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:03 16.02.2018
Stück für Stück wird jedes einzelne Modul verkabelt und anschließend an einen Wechselrichter angeschlossen. Quelle: Foto: Christian Neffe
Anzeige
Oschatz

Knackige Kälte und bester Sonnenschein – diese meteorologischen Voraussetzungen lieben Besitzer von Solaranlagen. So sind optimale Erträge vorprogrammiert. Auch die Hamburger Firma Enerparc AG dürfte sich derzeit über heftig drehende Stromzähler freuen. Allerdings noch nicht auf der Oschatzer Anlage. Denn hier wird nämlich noch intensiv am Aufbau der Anlage am Rande des Fliegerhorstes gearbeitet – auch nachts unter Flutlicht.

Enerparc will rund 3,8 Megawatt ans Netz bringen

Enerparc hatte im vergangenen Jahr von der Stadt Oschatz eine Fläche im Industriegebiet „Gewerbegebiet Oschatz-Wermsdorfer Straße“ und Teilflächen im Industriegebiet „Fliegerhorst“ gekauft. Ziel war, auf dem Areal eine Photovoltaik-Großanlage zu errichten. Der Stadt Oschatz kam das Geschäft offenbar gelegen, da die Flächen am Fliegerhorst schon seit Jahren ohne Nutzung vor sich hindämmerten. Seit Ende des vergangenen Jahres sind jetzt die Bautrupps eines osteuropäischen Subunternehmers dabei, die Anlage zu errichten. Dazu werden Erdpfähle in den Boden gerammt, auf denen dann die Unterkonstruktion und die Solarmodule installiert werden. Insgesamt soll so eine Fläche von rund 5,1 Hektar Größe mit Solarmodulen überdeckt werden. Der erzeugte Strom wird dann zu einem vorgeschriebenen Preis ins Netz des öffentlichen Versorgers eingespeist. In diesem Fall handelt es sich um die Mitnetz Strom.

Oschatzer Stadtrat kritisiert Einspeisevergütung

Insgesamt will die Enerparc in Oschatz eine Leistung von rund 3,8 Megawatt (MW) ins Netz bringen, eine Menge, die ausreicht rund 2400 Haushalte im Jahr mit Strom zu versorgen. Dabei ist die Anlage nicht, wie von vielen Anwohnern vermutet wird, die größte Photovoltaik-Anlage in der Collm-Region. Die bereits in Oschatz 2013 installierte Solaranlage an der Bahnhofstraße auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik ist größer. Sie umfasst nicht nur ein Areal von 8,5 Hektar, sondern ist auch mit einer installierten Leistung von 4 MW derzeit wohl die größte Anlage in der Region. Das könnte aber in absehbarer Zeit schon Geschichte sein. Denn derzeit läuft ein Genehmigungsverfahren für ein Solarfeld in der Nähe von Bornitz. Die Energiebauern GmbH mit Sitz in Sielenbach in Bayern möchte dort nach eigenen Angaben drei Millionen Euro investieren und damit eine Leistung von insgesamt rund fünf Megawatt einspeisen. Der wohl größte Solarpark in Sachsen befindet sich ganz in unserer Nähe im Alten Lager bei Zeithain, dort sind rund 62 Hektar Land mit Solarmodulen bedeckt. Auch auf diesem Standort hat der Oschatzer Investor Enerparc Großes vor. Das Unternehmen hat die Flächen für den Solarpark für eine Laufzeit von 20 Jahren gepachtet. Und will rund 53 Megawatt Strom produzieren.

Trotz der ökologischen Vorteile des Solarstroms ist die Errichtung der Solarparks in der Öffentlichkeit umstritten. Der fraktionslose CDU-Stadtrat Albert Pfeilsticker sagte dazu im vergangenen Jahr im Stadtrat: „Die Investoren und Betreiber solcher Anlagen sind nicht eigenwirtschaftlich tätig und können ihre Arbeit nur mittels Zwangsabgaben stemmen.“ Damit spielte Pfeilsticker auf die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beim Strompreis der Kunden an.

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ursprünglich hatte die Stadt Dahlen geplant, Mittel aus dem Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ einzusetzen, um Brandschutzauflagen an der Jugendherberge zu erfüllen. Nach deren Schließung soll das Geld an einem städtischen Objekt eingesetzt werden, das in Betrieb ist, für das es jedoch ebenfalls Auflagen gibt: die Grundschule

10.02.2018

Die Oschatzer Altersehr hat gewählt. Der neue Vorsitzende ist Olaf Reinicke. Er übernimmt den Staffelstab vom bisherigen Vorsitzenden Bernd Karle. Außerdem zog bei der vergangenen Jahreshauptversammlung auch die Oschatzer Mini- und Jugendfeuerwehr ihre Bilanz.

07.02.2018

Ab Mai sollen in Kemmlitz die Baumaschinen anrücken. Die Mügelner Firma Erdmann hat den Auftrag für den Bau eines neuen Abwasserkanals vom Abwasserverband Oberes Döllnitztal bekommen.

06.02.2018
Anzeige