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Oschatz Sorge um Sicherheit wächst
Region Oschatz Sorge um Sicherheit wächst
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15:32 01.04.2014
Oliver Walther (l.) vom Polizeirevier Oschatz und Bürgermeister Matthias Müller (2.v.r.) vor Ort im Gespräch mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde. Quelle: Dirk Hunger

Größere Absperrungen wird es vorerst nicht geben. Im Landesamt für Denkmalpflege ist man weiter gegen den von der Gemeinde gewünschten Abriss. Die Situation scheint wenig aussichtsreich.

Von Jana Brechlin

Auf Initiative der Oschatzer Polizei fand kürzlich ein Vor-Ort-Termin statt. Man habe auf die Gefährdung hingewiesen, für eine Absperrung sei jedoch die Bauaufsicht des Landratsamtes zuständig, so Revierleiter Jan Müller. Die Absperrung wird es aber nicht geben, so Kreissprecher Rayk Bergner: "Der Eigentümer wurde mündlich, im persönlichen Gespräch, durch das Bauordnungsamt aufgefordert, seiner Sicherungspflicht nachzukommen. Dies wird durch das Fachamt überwacht."

"Wie viel soll am Chausseehaus noch passieren?", fragte Gerd Hendriok (Wählervereinigung) aus Luppa jetzt zur Gemeinderatssitzung in Wermsdorf. Bei starkem Wind sei Dachpappe auf ein Auto gefallen. "Das nächste Mal ist es vielleicht ein Brett, dann ein Stein", sagte er. Dafür müsse jemand die Verantwortung übernehmen. Bürgermeister Matthias Müller (CDU) versicherte, man verhandele mit Nachdruck, bisher allerdings ohne Erfolg.

Bisher war die Gemeinde mit dem Eigentümer überein gekommen, das Haus für einen symbolischen Preis zu kaufen - allerdings nur, wenn ein anschließender Abriss erlaubt ist (wir berichteten). Dr. Thomas Brockow, Gebietsleiter im Landesamt für Denkmalpflege, betonte, die Genehmigung könne allenfalls für den Abbruch des Schmiedeanbaus erteilt werden. "Dem Abriss des Vorderhauses würden wir nicht zustimmen", wiederholte er, "dadurch würde eine fatale Fehlstelle in der Dorfmitte entstehen." Schließlich habe der Eigentümer wissentlich ein Denkmal gekauft und zugesagt, das Gebäude zu sichern. Jetzt gelte es, alle Möglichkeiten auszuloten, etwa auch das Haus zum Verkauf anzubieten. Dass dies gelinge, halte er durchaus für realistisch, so Brockow. Die Unverkäuflichkeit des Chausseehauses müsse erst einmal nachgewiesen werden, bevor weiter über einen Abbruch diskutiert wird, fügte er hinzu.

Der Gemeinde Wermsdorf läuft derweil die Zeit davon, schließlich stehen Fördermittel für den Abriss nur noch bis zum Sommer zur Verfügung. Vielleicht könne man durch Bürgerwillen den Druck erhöhen, überlegte Gerd Hendriok. "Denkbar wäre, bei Anwohnern Unterschriften für einen Abbruch zu sammeln", sagte er.

Jana Brechlin

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