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Oschatz Sornziger Obstbauern freuen sich über üppige Sauerkirschenernte
Region Oschatz Sornziger Obstbauern freuen sich über üppige Sauerkirschenernte
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00:36 26.07.2015
In der Anlage prüfen Geschäftsführer Thomas Arnold und Vorarbeiter Sebastian Berndt mit Lucian Härtel (v.l.), einem Erntehelfer, die Qualität der Kirschen. Quelle: Bärbel Schumann
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Sie ernten Sauerkirschen. "In der vergangenen Woche haben wir damit begonnen", erklärt Geschäftsführer Thomas Arnold.

An einem der Schlepper mit den gefüllten Obststiegen zwischen zwei Baumreihen stehend, lässt Arnold seine Blicke über die dunkelroten Früchte prüfend schweifen. Auf dieser Anlage stehen die Sorten "Ungarische Traubige" und "Morellenfeuer". Die eine eignet sich auch zur maschinellen Ernte, während bei der anderen Handarbeit gefragt ist, um die Früchte nicht zu beschädigen.

Der Geschäftsführer ist zufrieden mit der Qualität und dem bisherigen Ertrag. "Das Blüh-Wetter hat in diesem Jahr gestimmt. Wir haben gute Erträge", erklärt der Obstfachmann. "Der ist auf alle Fälle besser als in den beiden vergangenen Jahren." Zudem sei der Pflegezustand der Bestände sehr gut. Durch den Schnitt seien die Bäume verjüngt worden, was sich am Ende gut auf den Fruchtbesatz ausgewirkt hat. Der Erntetermin ist normal. Wenn das Wetter so wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird die Ernte der Sauerkirschen voraussichtlich bis zum 10. August andauern.

Auf über 60 Hektar baut die Klosterobst GmbH die sauren Früchte an. Manuell werden davon um die 15 Prozent durch die Erntehelfer von den Bäumen geholt.

Derzeit sind insgesamt 35 Erntehelfer aus der Slowakei und aus dem siebenbürgigen Teil Rumäniens in dem Sornziger Landwirtschaftsbetrieb im Einsatz. Viele der Frauen und Männer, wie beispielsweise Maria Härtel oder Daniela Dani, kommen bereits seit Jahren, um in der Ernte auf sächsischen Obstplantagen zu helfen. Man kennt sich und weiß, worauf es bei dieser Arbeit besonders ankommt. Auf den 17 Hektar Anbaufläche nahe Baderitz wird jedoch auch maschinell geerntet. "Wir haben hier in der Plantage verschiedene Sorten stehen. Das muss wegen der Befruchtung sein", erklärt Thomas Arnold. Für die Sauerkirschernte jedoch bedeutet dies, dass in einigen Reihen wie bei der "Morellenfeuer" die Erntehelfer ran müssen, während in anderen mit dem Rüttler die Früchte von "Ungarische Traubige" maschinell von den Bäumen geholt werden.

"Das ist eine Sorte mit hoher Festigkeit, nicht blutend und stiellösend, die sich dafür hervorragend eignet", erklärt der Fachmann. Sobald die Früchte vom Baum sind, werden sie auf dem an die Plantage angrenzenden Betriebsplatz durch Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes in Obststiegen gefüllt und anschließend sofort verladen. Per Lastzug geht es dann auf dem schnellsten Weg zur Weiterverarbeitung zu den Konservenfirmen.

Abgeschlossen ist bei den Sornziger Obstanbauern für 2015 bereits die Süßkirschernte. "Da haben wir nur eine kleine Anlage. Auf vier Hektar stehen dort junge Bäume", sagt Thomas Arnold. Auf der Fläche stehen verschiedene Sorten. Ein Teil davon, wie die Sorte Belise, kann schon sehr früh geerntet werden, während bei anderen, wie bei der ehrwürdige "Regina", die Früchte noch vor wenigen Tagen auf den Bäumen reiften. "Wir haben in unseren Süßkirsch-Anlagen ein schönes Sortiment. Die Bäume werden nur zwischen drei und vier Meter hoch", schildert Arnold. Das hat den Vorteil, dass sich alle Früchte von der Erde aus gut ernten lassen. Außerdem werden dafür keine technischen Hilfsmittel benötigt.

Die Süßkirschen hatten in diesem Jahr eine sehr gute Qualität. Die Kunden wären von den Früchten einfach begeistert gewesen, das hätten die Mitarbeiter im Hofladen und auf den Wochenmärkten von den Kunden immer wieder zu spüren bekommen. "Unsere Ernte von diesem Jahr haben wir ausschließlich im Hofladen und auf den Wochenmärkten verkauft", informiert der Klosterobst-Geschäftsführer gegenüber der Oschatzer Allgemeinen.

Bärbel Schumann

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