Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Sornziger gründen einen Heimatverein
Region Oschatz Sornziger gründen einen Heimatverein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 14.06.2018
Die Mitglieder des Heimatvereins Sornzig. Von links, vordere Reihe: Regina Schulze, Rosemarie Rochner, Bettina Schubert, Katja Leißner, Karin Bernhardt und Ina Händler. Hintere Reihe: Wolfgang Hanns, Brigitte Mennigke, Annett Peege, Madlen Hanns, Thomas Arnold und Bettina Schubert. Nicht auf dem Foto: Kerstin Helbig. Quelle: Foto: Kerstin Helbig
Anzeige
Sornzig

Mügeln hat einen, Ablaß hat einen, Glossen hat einen, Altmügeln-Crellenhain ebenso. Die Rede ist von einem Heimatverein, der sich um das kulturelle Geschehen vor Ort kümmert und lokale Traditionen pflegt.

Bald wird sich dieser illustren Runde ein weiterer Mügelner Ortsteil anschließen: Wie Kerstin Helbig mitteilt, hätten sich vor einigen Tagen nach wochenlanger Vorbereitungszeit engagierte Menschen zur Gründung des Heimatvereins Sornzig zusammengefunden.

Weitere Ortsteile werden mit einbezogen

„Was ursprünglich zur Aufrechterhaltung des traditionellen Sornziger Kloster-Weihnachtsmarktes gedacht war, soll künftig mit Ideen zur kulturellen Förderung, zur Verschönerung des Lebens in und um Sornzig und zur Zusammenarbeit mit dem Kloster, den örtlichen Vereinen, der Kirche und den Einrichtungen vor Ort ausgebaut werden“, so Helbig.

Neben der Planung von Dia-Vorträgen, Lesungen oder Festen, die die kulturelle Vielfalt in Sornzig bereichern sollen, wolle man auch versuchen, die Gemeinschaft im Dorf zu stärken. Neben dem Klosterstandort will der Heimatverein auch die Ortsteile Neusornzig, Baderitz und Zävertitz mit einbeziehen.

Seit langem schon gutes Miteinander

Die Vorstandsposten übernehmen Annett Peege, Kerstin Helbig, Ina Händler und Karin Bernhardt. Zudem danken die Mitglieder Bettina Schubert, der Urenkelin des Kloster-Eigentümer Ludolf Colditz, für die Einladung ins Kloster sowie Bernd Brink für die unterstützende Beratung im Vorfeld.

„Seit langem gibt es auf der persönlichen Ebene ein gutes Miteinander mit vielen der an der Vereinsgründung Beteiligten, den beiden Sornziger Vereinen wie auch mit der Grundschule auf der Höhe in Neusornzig“, erklärt Bettina Schubert das Zustandekommen der Gründung. „Wir kennen und schätzen einander und laden uns wechselseitig zu Veranstaltungen ein.“ Sie hoffe nun auf „ein gutes Fundament für gemeinsame Vorhaben. Da liegt es doch nahe, zusammen etwas auf den Weg zu bringen und einander zu unterstützen“.

Erste Termine stehen bereits fest

„Wir befinden uns noch in der Gründungsphase“, gibt Kerstin Helbig jedoch zu bedenken. Zunächst müsse der Verein noch eingetragen werden. Dann wolle man die Termine für die nächsten Treffen bekannt geben, so dass sich auch andere Interessierte beim Verein melden könnten.

Nichtsdestotrotz stehen bereits die ersten konkreten Termine für den neuen Heimtatverein fest: Am 9. September werde man beim Tag des offenen Denkmals aushelfen und unter anderem verschiedene Führungen anbieten. Am 15. September folgt die Preisverleihung für den vierten Foto- und Videowettbewerb zum Thema „Geschichten in und um Sornzig“. Hierfür können noch bis zum 10. September Beiträge eingereicht werden.

Nicht zuletzt stehe das Projekt „Luther – Reformation und Kunst“ an. Zudem arbeite man bereits am Veranstaltungskalender für das kommende Jahr.

Gründung in Gedenken an Rolf Peege

„Zu Sornzig habe ich ein besonderes Verhältnis, da ich dort zu Beginn meiner Arbeit bei der Stadt das erste Fest – das Blütenfest – ausarbeiten musste“, erklärt Kerstin Helbig ihr Engagement in Sornzig. „Ich habe dabei sehr liebe und hilfsbereite Menschen kennengelernt, die mich auch heute noch unterstützen. Auch im Rahmen der Vereinsgründung hat sich gezeigt, dass die Sornziger sehr offen und sympathisch sind.“

Die letzten Worte, die in der Mitteilung zur Vereinsgründung zu lesen sind, sind einem kürzlich verstorbenen Mit-Initiator des Vereins gewidmet: „Ein liebevolles Gedenken und ein großer Dank geht an unseren guten Freund Rolf Peege, der in der ersten Zusammenkunft zur Vereinsgründung motivierende Worte sprach und leider nicht mehr bei uns sein kann.“

Von Christian Neffe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viel Anerkennung und Lob hat die nordsächsische Landkreis-Dezernentin Angelika Stoye (65) am Mittwoch im Kreistag erhalten. Sie geht in den Ruhestand. Für eine Überraschung sorgten dabei Vertreter der Feuerwehren.

14.06.2018

Der Gesundheits- und Sozialusschuss in Nordsachsen erhält Verstärkung: Der Kreistag hat am Mittwoch Zahntechnikerin Kerstin Pigors (54) aus Delitzsch als sachkundige Einwohnerin berufen.

14.06.2018

In die Beseitigung von Schäden, die das Hochwasser 2013 in Nordsachsen anrichtete, sind bis jetzt 24 Millionen Euro geflossen. Darüber ist der Kreistag in Torgau zur Stunde informiert worden. Gut zwei Drittel der Projekte sind damit abgeschlossen.

15.06.2018
Anzeige