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Souveräner SHV-Pokalsieg

Souveräner SHV-Pokalsieg

Der 5. Mai 2013 in der Döbelner Stadtsporthalle war für ein spannendes sächsisches Pokalfinale angerichtet: herrlicher Sonnenschein, eine sehr gute Organisation durch die HSG Neudorf/Döbeln, viele Fans auf beiden Seiten und zwei Mannschaften mit dem HSV 1956 Marienberg und dem SHV Oschatz, die den Pokal unbedingt mit nach Hause nehmen wollten.

Döbeln/Oschatz.

Oschatz siegte souverän mit 33:23 (17:8).

 

Die erste Halbzeit begann mit einer Sonderbewachung von Carmen Schneider und Ivana Vujica. Doch dadurch ließen sich die Oschatzerinnen nicht beirren. Durch einen Doppelschlag von Anja Heine und einen Treffer von Doreen Wiersma gingen die SHV-Spielerinnen sofort mit drei Toren in Führung, bevor der erste Treffer (6. Minute) für Marienberg fiel.

 

Der SHV arbeitete in der Deckung sehr konzentriert, es wurde zeitig rausgetreten und die Lücken zugestellt, so dass der Gegner kaum zur Entfaltung kam. Und wenn doch einmal eine Spielerin durch kam, war Katrin Miersch im Tor zur Stelle. Sie hielt unter anderem zwei Siebenmeter des HSV Marienberg. Im Angriff spielten die Oschatzerinnen sehr variabel und schnell. Bedingt durch die doppelte Manndeckung taten sich für Maria Häußler und Luise Ganske viele Lücken auf, die konsequent genutzt wurden. Aber auch Carmen Schneider und Ivana Vujica entwischten das eine und andere Mal ihren Bewachern und konnten ins gegnerische Tor einnetzen. Es machte Spaß, den SHV-Mädchen zu zuschauen. So erspielte sich der SHV über die Stationen 3:6 (10.), 6:12 (20.) bis zum Halbzeitstand von 8:17 einen Neun-Tore-Vorsprung heraus.

 

Die Halbzeitansprache in der Kabine war für Trainerin Jana Delor entspannt. Sie ermahnte zur Vorsicht, dass noch 30 Minuten zu spielen sind und die Oschatzerinnen ihre Linie konsequent beibehalten sollten.

 

Nach dem Wiederanpfiff wurde auf Oschatzer Seite durchgewechselt, es erhielten alle Spielerinnen Einsatzzeiten. Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit warfen jedoch die Marienbergerinnen. Doch Oschatz gab mit Toren von Kristin Ackermann und Maria Häußler die passende Antwort. So erhöhte sich der Vorsprung in der 33. Minute auf erstmals zehn Tore. Die nächsten zwölf Minuten gestalteten sich auf dem Parkett gleichwertig. Entweder Marienberg verkürzte - und Oschatz zog wieder nach. Oder der SHV legte vor - und der HSV verkürzte. So stand in der 46. Minute ein 15:26 auf der Anzeigetafel. In der nächsten Spielphase schlichen sich bei den Oschatzerinnen einige Fehler ein, was Marienberg mit drei Toren in Folge bestrafte (18:26/49.) Doch der SHV lehnte sich auf und mit zwei Treffern von Ivana Vujica und einem Erfolg von Franziska Staffe stellten sie den alten Abstand wieder her (18:29/52.). Langsam konnte mit dem erneuten Pokalsieg geliebäugelt werden. Doch der HSV Marienberg gab sich noch nicht geschlagen, kämpfte um jedes Tor. Die Deckung der Erzgebirgler konnte aber auch in den letzten Minuten immer wieder vom SHV-Team ausgehebelt werden. Durch drei Tore von Maria Ludwig und ein Tor von Anja Heine stand sogar ein 21:33 (58.) an der Anzeigetafel. Die Freude war groß bei den Oschatzer Handballerinnen und den stehend applaudierenden Fans auf der Tribüne. In den letzten zwei Minuten warfen die Marienbergerinnen noch zwei Tore - Ergebniskosmetik. Der Schlusspfiff ging im Jubelgeschrei über den siebenten Oschatzer Pokalsieg unter.

 

Die SHV-Spielerinnen streiften sich die vom Vizepräsidenten Jens Fiddecke überreichten Pokalsieger-T-Shirts über und nahmen unter dem Beifall der Zuschauer den Pott und die Medaillen entgegen. Dafür gilt ein großer Glückwunsch der Mannschaft und dem Team der Trainer und Betreuer.

 

Oschatz: Miersch; Wiersma (1), Ludwig (3), Häußler (5), Ackermann (3), Staffe (1), Heine (5), Ganske (3), Schneider (4/1), Vujica (8/2), Böhm, Wirsik, Hessel.

Ina Günthel

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