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Spannung 2014 garantiert

Spannung 2014 garantiert

Das Jahr 2014 verspricht Spannung für die Einwohner der Stadt. In den nächsten zwölf Monaten wird sich zum Beispiel entscheiden, ob und wie das Erlebnisbad Platsch gerettet werden kann, wie es mit der "Collm Klinik" weitergeht oder wer im Stadtrat die Interessen der Oschatzer vertritt.

Oschatz.

 

Von Frank Hörügel

 

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in diesem Jahr?

 

Die neuesten Zahlen für den Monat Dezember veröffentlicht die Arbeitsagentur erst heute. Ende November waren in der Region Oschatz 9,5 Prozent der arbeitsfähigen Frauen und Männer ohne Beschäftigung. "Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird sich 2014 im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamen", sagt Volkmar Beier, Pressesprecher der Arbeitsagentur Oschatz, voraus. Hauptgrund: Bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Region werden 2014 keine großen Sprünge erwartet.

 

Kann das Erlebnisbad Platsch gerettet werden?

 

Für das feuchte Vergnügen muss die Stadt Oschatz als hundertprozentiger Gesellschafter seit der Eröffnung des Bades im Jahr 1998 tief in die Tasche greifen. Im Vorjahr glich die Kommune das Defizit mit einem hohen sechsstelligen Betrag aus. Der Stadt fällt es jedoch zunehmend schwerer, dieses Geld aufzubringen. Im Gespräch sind folgende alternative Varianten: Ankurbeln der Besucherzahlen, neue Formen der Finanzierung, vollständige oder teilweise Schließung.

 

Kehrt in die Führungsetage der "Collm Klinik" wieder Ruhe ein?

 

Seit Mitte 2011 gibt es einen munteren Wechsel in der Geschäftsführung des Krankenhauses. Auf Jörg Bader folgten Interims-Geschäftsführer Hans-Günter Sirrenberg und schließlich Dr. René Rottleb. Seitdem Rottleb Ende August des Vorjahres das Haus verlassen hat, leiten die Prokuristin Veronika Stein und der medizinische Geschäftsführer Dr. Mario Günther kommissarisch die Klinik. Laut Landrat Michael Czupalla (CDU) soll eine Entscheidung über den künftigen Geschäftsführer in der März-Sitzung des Kreistages fallen. Der Kreis Nordsachsen ist Hauptgesellschafter des Oschatzer Krankenhauses. Nach Angaben von Czupalla gibt es mehrere Bewerber für den Posten.

 

Wer kommt in den neuen Stadtrat?

 

Die Oschatzer entscheiden zur Kommunalwahl am 25. Mai, wer in den kommenden fünf Jahren über die Geschicke der Stadt bestimmt. Aktuell werden die 26 Sitze von den Fraktionen der CDU, der FDP, der Freien Wähler und Grüne/SPD besetzt - und es gibt einen NPD-Stadtrat. Interessant sind zwei Fragen: Wie verkraftet die hiesige FDP den Tiefschlag, den die Liberalen bei der Bundestagswahl kassiert haben? Und wird es nach dem Verbotsantrag für die NPD und dem Abgang des Bundesvorsitzenden Holger Apfel aus Riesa auch künftig einen Vertreter der Rechtsextremen im Oschatzer Stadtrat geben?

 

Steigen die Preise für Trinkwasser und Abwasser ?

 

Der Wasserverband Döbeln-Oschatz (DOWW) hat eine Erhöhung der Trinkwasserpreise im Verbandsgebiet ab Januar 2014 beschlossen. Der Kubikmeter Trinkwasser kostet nun 1,63 Euro statt bisher 1,51 Euro. Für einen Durchschnittshaushalt mit einer Abnahmemenge von 50 Kubikmeter pro Jahr bedeutet das sechs Euro Steigerung. Auch die Entsorgung des Abwassers ist seit Jahresanfang im Einzugsgebiet des Abwasserverbandes "Untere Döllnitz" (Oschatz, Dahlen, Liebschützberg, Naundorf) teurer geworden.

 

Kehrt die Stadt Oschatz als Arbeitgeber in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zurück?

 

Etwa 100 Beschäftigte der Stadtverwaltung haben im November des vergangenen Jahres für eine Rückkehr zum öffentlichen Tarifvertrag demonstriert. Derzeit verdienen sie bis zu zehn Prozent weniger als ihre Kollegen in den Nachbarkommunen. "Die Stadt Oschatz muss sich zu ihren Beschäftigten bekennen und Tarifverhandlungen aufnehmen", sagte gestern Christine John von der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) auf OAZ-Anfrage. Bei einer gemeinsamen Mitgliederversammlung mit der Gewerkschaft Verdi Ende Januar werde das weitere Vorgehen abgestimmt, so John. Seitens der Stadt Oschatz als Arbeitgeber wird wahrscheinlich erst eine Entscheidung nach der Neuwahl des Stadtrates fallen.

Frank Hörügel

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