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Oschatz Spekulationen um Katzenfänger in Oschatz
Region Oschatz Spekulationen um Katzenfänger in Oschatz
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17:54 25.11.2011
Verschwundene Katzen geben schlimmen Gerüchten Nahrung. Experten halten kriminelle Hintergründe jedoch für wenig wahrscheinlich.Montage: Dirk Hunger

Von Axel Kaminski

Sie haben alle schon ihr Winterfell. Ich möchte das gar nicht zu Ende denken."

Etwas differenzierter sieht man die Angelegenheit bei der Tierschutzorganisation Tasso. "Es lässt sich nicht beweisen, dass im deutschsprachigen Raum Katzen wegen ihrer Felle oder für Tierversuche gefangen würden", stellt Pressesprecherin Andrea Thümmel fest. "Solche Felle sind als Importe aus Asien sicher billiger zu haben als von der Straße. Für Tierversuche wären zufällig gefangene Katzen eher uninteressant. Die Labore züchten für ihre Zwecke Tiere mit genau bekannten Eigenschaften." Jedes Jahr verschwänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa 300 000 Haustiere. Etwa 52 000 würden wiedergefunden. Der Rest bleibe nicht für immer verschwunden. "Die meisten Tiere kehren nach ein paar Tagen allein zu ihren Haltern zurück. Jene, die das nicht schaffen, sind nicht zwangsläufig dem Straßenverkehr oder Kriminellen zum Opfer gefallen", sagt Andrea Thümmel. Es sei durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich ein Hund oder eine Katze an einen fremden Fressnapf gesellt oder dort geduldet wird.

Im Tierheim "Wiesengrund" in Ostrau ist die Zahl der "überzähligen" Katzen deutlich größer als die jener, nach denen gefragt wird. "Im Schnitt werden drei bis vier Fundtiere pro Woche bei uns abgegeben", berichtet Mitarbeiterin Petra Häling. "Wir raten dazu, zugelaufene Tiere nicht zu füttern." Spätestens, wenn sich Nachwuchs einstellt, erschöpft sich das Mitleid und man erinnert sich daran, dass es eigentlich Fundtiere sind." Zu den im Tierheim abgegebenen Fundtieren fänden sich nur selten Besitzer. Ein Tierfängerauto hätte sie aber noch nie gesehen, meinte Petra Häling.

Sie kenne die Geschichten, die von vergangenen Sperrmüllaktionen und den in diesem Zusammenhang verschwundenen Haustieren erzählt würden, meint die Oschatzer Tierärztin Nicole Thiel. "Deren Wahrheitsgehalt kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass bei uns in den vergangenen Wochen mehrere Katzen nach unbekanntem Trauma - wahrscheinlich Gewalteinwirkung - behandelt werden mussten." Eine Häufung der Anfragen nach entlaufenen Katzen könne sie nicht feststellen.

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