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Oschatz Spende von 30 000 Euro für Werkschule Naundorf
Region Oschatz Spende von 30 000 Euro für Werkschule Naundorf
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15:30 09.03.2016
Schüler und Lehrer der evangelischen Werkschule Naundorf freuen sich über den Spendenscheck. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Naundorf

„Der heutige Vormittag ist ein ganz besonderer Tag für unsere Schule“, verdeutlichte Tobias Leißner, 1. Geschäftsführer der evangelischen Werkschule Naundorf, vor Schülern, Lehrerinnen und Gästen. Der Evangelische Werk-schulverein hatte am Mittwoch kurzfristig in die Schule eingeladen, um einen Spendenscheck in Höhe von 30 000 Euro entgegenzunehmen. Der Stiftungvorstand und der Stiftungsrat der Evangelischen Schulstiftung in der EKD hatten nach Prüfung des Antrages der Schule entschieden, das Geld für den nachhaltigen strukturellen Aufbau der Bildungseinrichtung zur Verfügung zu stellen. Das wird laut Leißner nach dem Trägerwechsel auch dringend benötigt.

Schule konnte gerettet werden

„Es war keine einfache Zeit, geprägt von Sorgen, Nöten und Existenzängsten. Doch dank des großen Engagements konnte die Schule gerettet werden“, blickte Leißner zurück, der seit Ende September vergangenen Jahres die neu geschaffene Stelle des 1. Geschäftsführers inne hat. Er sei froh über die Entscheidung, sich dafür beworben zu haben und werde mit viel Kraft und Energie dazu beitragen, dass die Schule im Dorf bleibt. „Von Anfang an habe ich großen Rückenhalt für meine Arbeit bei Eltern und Schülern erfahren“, freute sich Leißner.

„Wichtig ist, dass die Schule Rückenhalt bekommt. Das Geld haben Gemeindeglieder deutschlandweit zusammengetragen und es ist hier für Bildung und Erziehung gut angelegt“, betonte Manfred Seifert, Vorsitzender der Evangelischen Schulstiftung in der EKD in seinem Grußwort.

Im Namen des Vereinsvorstandes brachte die Vorsitzende des Schulvereins Christiane Gnaudschun ihre Freude über die finanzielle und ideelle Unterstützung zum Audruck: „Ich danke allen, die die Schule von Anfang an gegründet und begleitet haben.“

Superintendent Arnold Liebers wünscht sich unterdessen, dass die Schulen im ländlichen Raum noch ein Stück weiter zusammenrücken, nach außen eine geballte Kraft symbolisieren sowie das Geld auf guten Boden fällt und Früchte trägt. „Früchte haben immer den Charakter der Nachhaltigkeit, und wenn wir diese Nachhaltigkeit im ländlichen Raum erfüllen, dann hat das Geld seinen Zweck erfüllt.“

Großes Entwicklungspotenzial

Naundorfs Pfarrerin Christina Moosdorf, gleichzeitig Mutter zweier Kinder, die in der Werkschule lernen, sprach von einer enormen Bereicherung des Dorflebens, das vielen Bewohnern vielleicht manchmal nicht bewusst sei. „Man hört Kinderstimmen, es fahren nicht nur Kinder in die örtlichen Schulen raus, sondern es kommen auch Kinder rein.“ Allerdings gebe es aus ihrer Sicht noch großes Entwicklungspotenzial. „Wir werden uns bemühen, dass die, die hier leben, noch stärker an die Werkschule gebunden und dann eventuell automatisch zu Multiplikatoren der Schule werden.“ Großes Ziel sei es, die Werkschule noch viel selbstverständlicher als Alternative zum Lernen zu betrachten. Die Schule brauche auch in Zukunft Schüler.

Um die genannten Ansprüche in vollem Umfang erfüllen zu können, soll die Spende einerseits für die Beratung der Schulleitung durch den Geschäftsführer des evangelischen Schulzentrums Mühlaus Siegfried Kost und zum anderen für die Fortbildung der Lehrer eingesetzt werden.

Von Heinz Großnick

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