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Spezialeinsatz der Polizei kann teuer werden

Spezialeinsatz der Polizei kann teuer werden

Das gab es in Oschatz noch nie: Innerhalb von vier Tagen mussten Polizisten des sächsischen Spezialeinsatzkommandos (SEK) zweimal anrücken. In den frühen Morgenstunden des Sonntags überwältigten die Beamten einen 52-jährigen Mann in Thalheim, der die Polizei zuvor mit einer Schreckschusspistole bedroht hatte.

Und am Mittwochabend stürmten die Spezialkräfte die Wohnung eines 54 Jahre alten Familienvaters in der Karl-Liebknecht-Straße, weil der zuvor Mitarbeitern des Jobcenters eine Erschießung angedroht hatte (wir berichteten). Abgesichert wurden die beiden SEK-Einsätze von Oschatzer Polizisten unter Regie von Jan Müller. Der Leiter des Oschatzer Polizeireviers weiß, wie es jetzt mit den Männern weitergeht, die das SEK auf den Plan gerufen hatten.

 

Für den 52-jährigen Thalheimer hat das Gericht laut Müller die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt verfügt. Die Staatsanwaltschaft müsse nun entscheiden, ob der Mann schuldfähig ist, also für die Bedrohung der Polizisten mit einer Schreckschusswaffe rechtlich belangt werden kann.

 

Klarer ist der Fall bei dem 54-Jährigen, der am Mittwoch Mitarbeiter des Jobcenters mit Erschießung bedroht hatte. Nachdem die Polizei die Wohnung des Familienvaters nach Waffen durchsucht und nichts gefunden hatte, konnte der Mann die Nacht zu gestern in seiner Wohnung verbringen. Der bisher nicht vorbestrafte Oschatzer wird nun von der Polizei vernommen und dann wahrscheinlich wegen Bedrohung angeklagt. Laut Strafgesetzbuch steht auf eine Bedrohung bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.

 

Falls die beiden Männer verurteilt werden, müssen sie für die SEK-Einsätze tief in die Tasche greifen. "Das wird ihnen in Rechnung gestellt", sagt Revierleiter Müller. Die entstandenen Aufwendungen fließen in die Verfahrenskosten ein, die von verurteilten Straftätern zu bezahlen sind. Auch die Kosten für entstandene Schäden beim Stürmen der Wohnung in der Karl-Liebknecht-Straße muss im Fall einer Verurteilung der 54-jährige Mieter tragen, so Müller.

frank hörügel

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