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Oschatz Spielgeräte für Wellerswalder Amselpark in Aussicht
Region Oschatz Spielgeräte für Wellerswalder Amselpark in Aussicht
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00:31 12.03.2018
Krippenkinder spielen im Amselpark Wellerswalde Quelle: Axel Kaminski
Wellerswalde

Als der Technische Ausschuss der Gemeinde Liebschützberg kürzlich im Feuerwehrhaus tagte, stand der Spielplatz – beziehungsweise ein Spielplatz – im Ort mit auf der Tagesordnung. Der Heimatverein hatte der Gemeindeverwaltung schriftlich angeboten, zwei Federwippen anzuschaffen. Nach den Vorstellungen des Vereines könnten sie im Amselpark aufgestellt werden. Für die jüngsten Wellerswalder wäre es eine echte Attraktion, wenn sie bei Spaziergängen von der Kindertagesstätte dorthin dann Spielgeräte vorfinden würden.

Viel Natur und kaum Spielgelegenheiten

Derzeit bietet die Fläche, auf der früher das Schloss stand, den Kindern viel Auslauf und die Möglichkeit zu Entdeckungen in der Natur. Wenn sie in diesen Tagen dort herumtollen, suchen sie mit ihren Erzieherinnen nach ersten Anzeichen für den Einzug des Frühlings in die Natur.

Natürlich hofft der Heimatverein auf eine allgemeine Belebung des Parks. Seien erst einmal Spielgeräte da, würden die Kinder nachmittags und an den Wochenenden sicher auch ihre Eltern oder Großeltern hierher lotsen.

Ohnehin Handlungsbedarf am kommunalen Spielplatz

Allerdings hat Wellerswalde bereits einen kommunalen Spielplatz in der Nähe der Gaststätte „Zur Einkehr“. Bürgermeister David Schmidt (parteilos) stellte daher in der Ausschusssitzung die Grundsatzfrage, ob man den Spielplatz generell in den Amselpark verlegen sollte. Auch am bisherigen Standort bestehe Handlungsbedarf. Der Amselpark befinde sich, wie der vorhandene Spielplatz, auf kommunalem Grund. Prüfen müsse man allerdings, ob die Spielgeräte dann so angeordnet werden könnten, dass sie anderen Nutzungen, wie Dorffesten oder Feuerwehrausscheiden, nicht im Wege stünden.

Umzug aller Spielgeräte in den Amselpark wird untersucht

Eine Verlegung des Wellerswalder Spielplatzes ist jedoch nicht Bestandteil des aktuellen Doppelhaushaltes. Eine Finanzierungsidee hat der Bürgermeister dennoch. Wenn der Heimatverein statt einer Sachspende in Form der Anschaffung und des Aufstellens der Wippen eine Geldspende in Erwägung ziehen würde, könnte man mit diesem Eigenanteil versuchen, eine Förderung des Projektes zu erhalten. Bei solchen Vorhaben könne man mit einer Förderquote von 75 Prozent rechnen. Gunter Röhr vom Heimatverein signalisierte Zustimmung für diese Vorgehensweise. Bei einer erfolgreichen Antragstellung würden der Gemeinde statt zwei Wippen dann etwa 5000 Euro für die Verlegung des Spielplatzes zum Amselpark inklusive Neuanschaffungen zur Verfügung stehen.

Heimatverein wünscht sich lebendige Ortsmitte

„Nachdem der Abriss der Gebäude auf diesem Areal durch Förderprogramme möglich geworden war, hat sich der Heimatverein mit Baumpflanzungen und dem Schloss-Mosaik bei der Gestaltung des Amselparks eingebracht“, schildert Gunter Röhr die Vorgeschichte zum aktuellen Vorschlag. Bis heute führe jedoch kein Weg über das Gelände, fehlten Anziehungspunkte. Daher habe der Verein die Idee mit den Federwippen ins Spiel gebracht. Wichtig sei ihm und seinen Mitstreitern, dass der Heimatverein nach einer solchen Spende sich weder organisatorisch noch finanziell um den Tüv für die Spielgeräte kümmern müsse. Wenn nun statt dieser zwei Geräte der gesamte Spielplatz an diese Stelle käme, sei das für einen lebendigen Amselpark umso besser.

Verein möchte mit Spende Kommune für ihre Unterstützung danken

Ausdrücklich lobt Gunter Röhr die Unterstützung des Heimatvereines durch die Kommune. „Wir haben jahrelang mietfrei Räume in der alten Schule nutzen können“, erläutert der Vereinsvorsitzende. Als man nach deren Verkauf in die Räume über der Feuerwehr umgezogen sei, habe die Gemeinde Baumaterial zur Verfügung gestellt, damit der Verein in Eigenleistung das neue Domizil nutzbar machen konnte. Deshalb sei der Heimatverein willens, der Kommune sozusagen etwas zurückzugeben. Da man bei Projekten im Zusammenhang mit der 750-Jahr-Feier 2016 gut kalkuliert habe, sei man dazu auch in der Lage. „Im Dorf gibt es ja glücklicherweise wieder eine Menge Kinder und das ’Zwergenland’ unterstützt uns oft bei Veranstaltungen wie dem Christbaumstellen“, begründet Gunter Röhr, warum diesmal nicht in Bäume oder Sträucher, sondern in Spielgeräte investiert werden soll.

Von Axel Kaminski

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