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Oschatz Staatsstraße 31 wird zur Rennstrecke – Mügeln bittet um Blitzer
Region Oschatz Staatsstraße 31 wird zur Rennstrecke – Mügeln bittet um Blitzer
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15:45 09.11.2015
Die Staatsstraße 31 zwischen der Grundschule Neusornzig und Kleinpelsen hat sich seit ihrer Verkehrsfreigabe nach erfolgter Sanierung als Rennpiste für Autofahrer entwickelt. Quelle: dpa
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Mügeln/Neusornzig

Sie fügte hinzu: „Wir müssen die Kinder ständig zum Bus bringen. Es ist schon manchmal sehr haarig.“ Ein Schreiben der Grundschule Neusornzig an das Landratsamt Nordsachsen mit der Bitte um Einrichtung eines Zebrastreifens vor der Schule sei einfach abgeschmettert worden. Zu wenig Verkehr, hieß es zur Begründung. „Wir haben seit der Freigabe auch ganz, ganz wenig Blitzer gesehen“, so Hübner weiter. Zudem würden Anwohner die Straßenränder mit Autos zuparken und es sei ein Parkverbot angeregt worden. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr fühle sich aber nicht zuständig.

„Anwohner haben sich beschwert, dass oft viel zu schnell gefahren wird. Die Polizei sagt aber, es sei dort sinnlos, die Laserpistole einzusetzen, weil der Weg viel zu kurz sei“, weiß Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln). Die Polizei habe die Stadtverwaltung bezüglich der gewünschten Blitzereinsätze an das Landratsamt Nordsachsen verwiesen. Die Kreisbehörde habe laut Ecke versprochen, diesen Schwerpunkt in Zukunft in ihrem Blitzerplan mit aufzunehmen. Ecke hatte unterdessen auch angeregt, möglicherweise einen festen Blitzer vor Ort zu installieren. Das wiederum lehnte die Kreisbehörde mit der Begründung ab, dass in ganz Nordsachsen solche Blitzer nicht mehr neu aufgestellt werden sollen. Als Grund dafür gibt das Landratsamt laut Ecke zu hohe Kosten an. Immerhin sei ein solches Gerät erst für weit mehr als 100.000 Euro zu haben. Das amortisiere sich schließlich nicht mehr.

Die Staatsstraße zwischen der Grundschule Neusornzig und Kleinpelsen ist im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr für rund eine Million Euro ausgebaut worden. Die Finanzierung erfolgte aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen und wurde zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Von Heinz Großnick

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