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Oschatz Stadt Dahlen stellt sich der Prüfung des Freistaates
Region Oschatz Stadt Dahlen stellt sich der Prüfung des Freistaates
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16:15 28.09.2015
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Allerdings war sowohl in der Debatte als auch in der Einwohnerfragestunde von vertanen Chancen in diesem Zusammenhang die Rede.

Der Erholungsort-Status wird nur auf begrenzte Zeit - für zehn Jahre - verliehen. Vom Schmannewitzer Ortschaftsratsvorsitzenden Roland Dietze und von einigen Stadträten war in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen worden, dass diese Frist 2015 ausläuft und Maßnahmen ergriffen werden müssten.

Andererseits ist es so , dass der Freistaat darüber entscheidet, wie das von ihm verliehene Prädikat zu verteidigen ist. "Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit hat uns mit Schreiben vom 3. Juni 2015 mitgeteilt, dass eine Überprüfung des Status vorgenommen wird", erläuterte Bürgermeister Matthias Löwe (WHD). Die Stadt habe dazu einen Antrag beim Ministerium einzureichen. Genau dies stand auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung, die im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Schmannewitz stattfand. Darüber, welche Aufgaben in welcher Dringlichkeit zu erledigen sind, um den Titel erfolgreich zu verteidigen, wollte der Bürgermeister im Zusammenhang mit dieser Abstimmung offensichtlich nicht gern diskutieren.

"Ich freue mich darüber, dass wir das in Angriff nehmen", leitete Karl-Heinz Trudel (UBG), von 1990 bis 1994 Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Schmannewitz, seine Wortmeldung ein. Und ging dann gleich zur Attacke auf den Bürgermeister über: "Obwohl das in Deinem Wahlkampf nicht vorkam." Ziel der Anstrengungen in den kommenden Monaten müsse es sein, wenigstens den Zustand von 2001 wieder zu erreichen. Seither würde man von den damals erbrachten Vorleistungen profitieren. Seit 2006 würde in Schmannewitz Kurtaxe kassiert, mit der Maßgabe, dass die Stadt Dahlen das Geld für die touristische Infrastruktur einsetzt. Hochgerechnet auf die letzten zehn Jahre dürften das rund 250 000 Euro gewesen sein. An dieser Stelle beendete der Bürgermeister den Diskussionsbeitrag des Schmannewitzers.

Matthias Löwe betonte: "Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder Schwerpunkte mit größeren Investitionen umgesetzt. Mal waren es die Kindertagesstätten, nun wird es Schmannewitz sein." Man habe jetzt einen Fahrplan und werde nun eine Arbeitsgruppe bilden, in der neben der Verwaltung unter anderem der Ortschaftsrat, die Klinik und touristische Anbieter mitarbeiten werden. Auf Roland Dietzes Frage, wer diese Arbeitsgruppe leiten wird, entgegnete Matthias Löwe, dass das nicht Gegenstand des Beschlusses sei, aber noch geregelt werde. Bereits in der Einwohnerfragestunde war der Bürgermeister damit konfrontiert worden, dass Gäste von ihren Vermietern wissen wollten, wofür sie Kurtaxe zahlen. "Der Ententeich ist eine Kloake und der Naturlehrpfad defekt", hieß es unter anderem. Schutzhütten und Bänke seien teils in erbärmlichem Zustand. Wie der Bürgermeister betonte, seien nicht alle Eigentum der Kommune. Es sei jedoch geplant, die Hütten des Landkreises zu übernehmen und auf Vordermann zu bringen.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 26.09.2015

Axel Kaminski

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