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Oschatz Stadt Oschatz stellt Weichen für Bahnhofsumbau
Region Oschatz Stadt Oschatz stellt Weichen für Bahnhofsumbau
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09:25 12.07.2016
Das Oschatzer Bahnofsgebäude soll umgebaut werden. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Die Stadt investiert in die Sanierung des maroden Bahnhofsgebäudes. Die Weichen dafür stellte der Stadtrat mit dem Bekenntnis, Teile des historischen Empfangsgebäudes zu sanieren. So werden Voraussetzungen geschaffen, um das Haus wieder zu nutzen.

Teil des Beschlusses ist das Beantragen von Fördermitteln beim Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Dieser unterstützt das Vorhaben der Stadt mit 82 Prozent der veranschlagten Summe. Ursprünglich war ein Fördersatz von 90 Prozent vorgesehen. Der geplante teilweise Umbau und die Sanierung beschränken sich auf das Dach, den mittleren Gebäudeteil und das Erdgeschoss des Westturms. Die Sanierung der Gebäudetürme und ihrer Fassaden ist nicht Bestandteil der beschlossenen Maßnahmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 987 000 Euro, 112 600 Euro davon muss die Stadt selbst aufbringen – und will das Geld aus Grundstücksverkäufen aufbringen.

Gebäude steht unter Denkmalschutz

Das im Jahr 1880 errichtete Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz. Deshalb waren im Vorfeld Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege notwendig. Ebenfalls involviert ist die Döllnitzbahn GmbH, die perspektivisch mit ihrem Fahrkartenverkauf und weiteren Serviceleistungen den Mittelteil des Hauses beleben möchte.

Die Umsetzung des Vorhabens wird sich bis Ende kommenden Jahres hinziehen. Die Sanierung und Umgestaltung wird in zwei Abschnitten erfolgen. Der erste umfasst die Erneuerung des Daches samt Dachstuhl, die Sicherung geschädigter Deckenbalken im Westturm und Mittelteil sowie die Beseitigung von Schädlingsbefall in den Gebäudeteilen.

Mittelteil soll im Urzustand wieder hergestellt werden

Bis Mitte kommenden Jahres soll auf der den Gleisen zugewandten Seite des Mittelteils der Urzustand – halboffen und überdacht – wieder hergestellt werden, außerdem die Medienanschlüsse gelegt und die Einrichtung einer Mobilitätszentrale durch die Döllnitzbahn GmbH erfolgen. Bis Jahresende 2017 strebt die Stadt außerdem an, den Anbau an der Westseite abzureißen, die so entstandene Freifläche nutzbar zu machen, das Gebäude teilweise trocken zu legen und im Erdgeschoss des Westturms die Fassade zu erneuern und darin weitere Stellplätze für Fahrradfahrer zu schaffen.

Thomas Schneider (Die Linke) bereitete der Gedanke Bauchschmerzen, dass bei den Ausgaben für den Umbau das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei. Angesichts anderer Verpflichtungen, die die Stadt habe, solle man die Verhältnismäßigkeit wahren. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) entgegnete, dass man bei historischen Gebäuden vor Überraschungen niemals gefeit sei.

Von Christian Kunze

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