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Stadt Oschatz versichert sich gegen Elementarschäden

Stadt Oschatz versichert sich gegen Elementarschäden

Erstmals versichert sich die Stadt Oschatz gegen Elementarschäden. Grund: Der Freistaat hilft bei der Beseitigung von Flut- oder Orkanschäden nur noch, wenn die Geschädigten eine Versicherung nachweisen können.

Oschatz. Von Frank Hörügel

 

 

 

Als Sachsen im August 2002 von der Jahrhundertflut heimgesucht wurde, war die Sache noch ganz einfach. Der Freistaat griff tief in seine Staatskasse und bezahlte einen Großteil der Reparaturen. Diese Zeiten sind vorbei. Die Schadensereignisse werden immer häufiger. Im Jahr 2010 zog beispielsweise ein Tornado eine Spur der Verwüstung durch Sachsen - wütete am Schlimmsten in Großenhain - und hinterließ Schäden von mehr als 100 Millionen Euro. Der Freistaat zieht deshalb jetzt die Notbremse und greift Kommunen nur noch dann finanziell unter die Arme, wenn die Betroffenen eine Versicherung gegen Elementarschäden nachweisen können. Das sind Schäden durch Sturm, Hagel, Überschwemmung, Erdbeben, Lawinen, Schneedruck und Vulkanausbrüche. "Nach dem Prinzip: Selbsthilfe geht vor", erläuterte Finanzbeigeordneter Jörg Bringewald den Stadträten zur jüngsten Sitzung. Das Gleiche gelte auch für private Hauseigentümer, betonte der Kämmerer.

Die Stadtverwaltung Oschatz forderte sieben Versicherungsunternehmen zu einem Angebot auf. Nur drei Gesellschaften zeigten sich interessiert. Mit einer Gegenstimme entschied sich der Stadtrat schließlich für die Versicherungsgesellschaft mit der höchsten Gesamtentschädigungssumme pro Jahr - fünf Millionen Euro. Der nächstbeste Bieter stellte maximal 2,5 Millionen Euro in Aussicht.

Falls nun zum Beispiel tatsächlich ein Orkan die Dächer mehrerer städtischer Gebäude zerstören würde, müsste die Versicherung bis zu fünf Millionen Euro zahlen. Für diese Leistung muss die Stadt eine Versicherungsprämie von 15 620 Euro in diesem Jahr zahlen.

"Würden denn fünf Millionen Euro ausreichen, wenn zum Beispiel bei einem Tornado die wertvollen Dächer unserer Häuser abgedeckt würden?", wollte Stadtrat Albert Pfeilsticker (CDU) wissen. Wenn alle städtischen Gebäude beschädigt würden, so Beigeordneter Bringewald, würde diese Summe nicht zur Schadensbeseitigung ausreichen. Für die Stadt Oschatz gebe es aber keine Alternative. "Keine Versicherung ist bereit, eine höhere Höchstsumme anzubieten", so Bringewald.

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