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Oschatz Stadtbad Mügeln bleibt 2016 geschlossen
Region Oschatz Stadtbad Mügeln bleibt 2016 geschlossen
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06:00 30.03.2016
Badespaß wie in früheren Jahren kann in dieser Saison im Stadtbad Mügeln nicht stattfinden. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Mügeln

Im Februar hatte Mügelns Stadtverwaltung die Entscheidung treffen müssen, dass das Stadtbad in der Saison 2016 wegen eines Lecks im Becken und anderer Probleme dicht bleibt. Die Stadt hatte sich um Mittel aus einem Bundesförderprogramm zur Stadtbadsanierung bemüht, doch inzwischen kam die Absage. Doch das Thema lässt die Mügelner und Bürger der Region seitdem nicht mehr los. Immerhin war das Freibad im Juli 1932 eröffnet worden und verdankt seine Existenz den Mügelner Bürgern und Gewerbetreibenden, die es mit Geld- und Sachspenden sowie durch unentgeltliche Handwerkerleistungen errichteten. Auch ein zweites Mal wurde so verfahren, als das Bad Anfang der 1950-er Jahre vor dem Aus stand. Demnach ist das Stadtbad ein echtes Bürgerbad. Ein Umstand, der heute wieder an Bedeutung gewinnen könnte, denn Stadtrat Lutz Pechnig forderte in der jüngsten Ratssitzung: „Angesichts der Tatsache, dass wir nun doch keine Fördermittel erhalten, müssen wir uns als Stadt positionieren und entscheiden, damit das Bad nicht noch länger geschlossen bleibt.“ Das Bad gehöre zur Stadt, damit Mügeln auch in Zukunft wohnenswert bleibe. Er forderte die anderen Stadträte auf, mit eigenen Initiativen den Baderhalt zu unterstützen. Außerdem solle die Stadtverwaltung nach Wegen suchen, um die Mängel im Bad zu beseitigen. Bürgermeister Johannes Ecke nahm den Ball auf. Der Rat müsse sich klar sein, dass dann auf andere Sachen verzichtet werden müsse. Und es müsse umgedacht werden, dass nicht alle Sanierungsmaßnahmen mit einem Schlag ohne Fördermittel umgesetzt werden könnten. Außerdem informierte er, dass sich schon einige Bürger an die Verwaltung gewandt hätten, die einen Spendenaufruf unterstützen und selbst spenden wollten. Pechnig schlug vor, dass die Stadträte selbst einen Arbeitseinsatz starten sollten und sich damit zum Bad bekennen. Er sei dafür, einen Aufruf an Vereine und Bürger zu starten. Bärbel Hübner unterstützte Pechnigs Vorschlag und regte an, dass die Räte zugunsten des Bades auf ihre Sitzungsgelder verzichten sollten. „So arm sind wir alle nicht!“, erklärte sie. Auch Bernd Brink sprach sich für Taten aus und verwies auf die bald anstehende Entscheidung für den städtischen Haushalt, wobei spätestens dann eine Entscheidung für den Baderhalt mit zur Debatte stehe. „In den nächsten Wochen werden wir also noch viele Diskussionen und Entscheidungen zum Thema führen und treffen“, fasste Ecke zusammen.

Von Bärbel Schumann

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