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Stadtrat Oschatz gibt grünes Licht für Solarpark im Fliegerhorst

Energie Stadtrat Oschatz gibt grünes Licht für Solarpark im Fliegerhorst

Sonne satt im Fliegerhorst: Im Gewerbegebiet des Oschatzer Stadtteils darf ein Unternehmen aus Hamburg einen Solarpark errichten. Dem Verkauf von fünf Hektar Land zu diesem Zweck an die Enerparc AG stimmte der Stadtrat jetzt mehrheitlich zu.

Reihenweise Solarmodule sollen im Fliegerhorst entstehen. Der Oschatzer Stadtrat ebnete jetzt den Weg dafür.

Quelle: dpa

Oschatz/Fliegerhorst. Im Fliegerhorst brechen sonnige Zeiten an. Das liegt jedoch nicht allein am kalendarischen Frühlingsanfang, der am Montag bevorsteht. Die Stadt Oschatz verkauft eine reichlich fünf Hektar große Fläche im Gewerbe- und Industriegebiet des Stadtteils an die Enerparc AG in Hamburg.

Das Unternehmen möchte auf dem Areal einen Solarpark zur Energiegewinnung errichten. Als Projektentwickler fungiert die KLM Architekten GmbH mit Standorten in Berlin und Leipzig.

Den dafür notwendigen Grundstücksverkauf beschlossen die Oschatzer Stadträte zur jüngsten Sitzung mehrheitlich, aber nicht geschlossen. Nach Vorstellung verschiedener Varianten durch einen Mitarbeiter der AG im Hauptausschuss Anfang Dezember vergangenen Jahres und nichtöffentlicher Vorberatung im Stadtrat im Februar wurde der Beschluss mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst. Damit hat die Enerparc AG nun grünes Licht für die Errichtung der Solaranlagen.

Einzig Stadtrat Albert Pfeilsticker lehnte das Vorhaben und führte dafür finanzielle Gründe ins Feld. „Die Investoren und Betreiber solcher Anlagen sind nicht eigenwirtschaftlich tätig und können ihre Arbeit nur mittels Zwangsabgaben stemmen, die dann wiederum zulasten des Steuerzahlers gehen“, erklärte er sein Votum.

Stadtrat Holger Schmidt (CDU) hakte nach, weshalb eine verhältnismäßig kleine Fläche neben dem geplanten Solarpark zwar vom Investor mit erworben, aber nicht mit Solarmodulen bebaut wird. Bauamtsleiter Michael Voigt erklärte, dass das investierende Unternehmen diesen Platz nutzen möchte, um Sträucher als Ausgleich zu pflanzen und dort für weitere Begrünung zu sorgen. Ferner bleibt der bestehende und beliebte Wanderweg, der an das Areal grenzt, unberührt und erhalten, ergänzte Voigt.

Mit der Enerparc AG investiert einer der größten deutschen unabhängigen Energieversorger im Bereich der Photovoltaik in Oschatz. Sie beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, davon sind 60 Ingenieure. Neben Frankreich, Italien und Großbritannien baut und betreibt die Gesellschaft weitere Sonnen-Kraftwerke außerhalb Europas in Indien, Saudi-Arabien und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Projekt-Planungspartner KLM Architekten GmbH wirkte an über 70 gleichartigen Solarparks im gesamten Bundesgebiet mit und kann auf ein Netzwerk an erfahrenen Partnern, Unternehmen und Dienstleistern der Branche zurückgreifen, heißt es in der Beschlussvorlage, die den Stadträten vorlag.

Der Gewerbe- und Industriestandort im Fliegerhorst erfährt mit dieser Initiative eine Erweiterung. Seit zwei Jahrzehnten bemüht sich die Stadtverwaltung Oschatz hier bereits um die Ansiedlung von Investoren. Bisher sind jedoch nur fünf Firmen heimisch geworden, die noch nicht alle ihre erworbenen Flächen auch tatsächlich bebaut haben. Bei den für die Solarenergiegewinnung favorisierten Flächen wäre im Falle eines Verkaufs an mehrere Einzelinteressenten der Aufwand zur Erschließung höher als die Summe, die für den Verkauf wieder in die Stadtkasse zurückfließt, heißt es aus dem Bauamt.

Nach Verhandlungen mit dem Investierenden einigte sich die Stadt auf einen Verkaufspreis von zehn Euro pro Quadratmeter. „Mit den Einnahmen können wichtige Vorhaben der weiteren Entwicklung unserer Stadt ermöglicht werden, beispielsweise die Erschließung des Eigenheimstandortes Altstadtblick oder die weitere Vorbereitung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet an der Dresdener Straße“, sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Zudem fließen rund 70 Prozent der anfallenden Gewerbesteuern in den Haushalt der Stadt Oschatz.

Von Christian Kunze

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