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Oschatz Stadtrat Paul Krieger (SPD) will erschwingliche Mieten und mehr Spielplätze
Region Oschatz Stadtrat Paul Krieger (SPD) will erschwingliche Mieten und mehr Spielplätze
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16:12 29.11.2018
Paul Krieger, SPD-Stadtrat Oschatz. Quelle: Bärbel Schumann
Oschatz

Aufregende Themen gibt es immer – und Menschen, die sich einmischen, kritisieren, etwas ändern wollen. Die OAZ nimmt sich Zeit und hört Ihnen zu. In der Serie „Auf einen Kaffee mit“ stellen wir Sie und Ihre Themen in loser Folge vor. Wir bringen den Kaffee mit – und wollen von Ihnen hören, was Sie bewegt. Heute: Paul Krieger aus Oschatz. Er ist seit einigen Wochen SPD- Stadtrat – und wünscht sich mehr Spielplätze und erschwingliche Wohnungsmieten.

Seit wenigen Wochen gehört Paul Krieger zum Oschatzer Stadtrat. Der 34-Jährige rückte für die Sozialdemokraten in den Stadtrat nach, für die er bei der letzten Wahl angetreten war. Gebürtig in Oschatz, kehrte er seiner Heimatstadt für einige Zeit den Rücken. Inzwischen lebt er mit Frau und Tochter seit vier Jahren wieder an der Döllnitz und arbeitet hier im Schichtdienst für einen Tankstellenbetreiber. „Von Beruf bin ich eigentlich Kraftfahrzeugmechaniker“, erzählt er beim Kaffee. „Aber so richtig habe ich danach nicht in meinem Beruf gearbeitet. Ich war, ehe ich wieder nach Oschatz kam, elf Jahre als Leiharbeiter beschäftigt.“ Nach einem Schluck Kaffee sagt er dann: „Jetzt ist es gut, meine Frau arbeitet im gleichen Unternehmen. Da kann man sich gut abstimmen und auch als Familie öfter etwas unternehmen.“ Oft sind die Kriegers dann mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Lieblingsplätze haben sie dann zum Bespiel im O-Schatz-Park, dem Stadtwald oder dem Katzenwäldchen. Die Familie vermisst jedoch einen Grillplatz, der an einem der Radwege liegen könnte.

Themen Familie und Kinder

Ja Familie, Kinder, das sind Themen, die den Oschatzer genauso interessieren wie das, was in seiner Heimatstadt passiert oder das aktuelle Zeitgeschehen. Im Gespräch merkt man schnell, dass sich Paul Krieger über viele Dinge Gedanken macht, Meldungen in den Medien nicht an ihm vorbei rauschen, er stattdessen über das Gehörte und Gesehene nachdenkt. Unüberlegt spricht er dann Sätze wie „Oschatz ist eine autofreundliche Stadt“ nicht aus. „Ich würde mir zum Beispiel einige Zebrastreifen mehr im Stadtgebiet wünschen, damit man leichter und sicherer über so manche Straße gehen kann.“ Für Kinder sollte noch mehr getan werden. Spontan kritisiert er Spielplätze. Auf so manchem im Stadtgebiet könne man nicht so richtig spielen, meint der Vater aus Erfahrung. Hier, jedoch nicht nur, würde er sich als Stadtrat gern einbringen. Würde gern Partner für die Jugend sein und auch Mittler zwischen den unterschiedlichen Generationen. Er wünscht sich aber auch für seine Heimatstadt, dass Mieten in Oschatz zum Beispiel nicht nur für Familien, erschwinglich bleiben. Er hat in Oschatz die Erfahrung gemacht, dass diese sich von denen in einigen Teilen Leipzigs kaum unterscheiden.

Durch seine Arbeit hat Krieger viel Kontakt mit Menschen. Da wechselt man schnell mal ein paar Sätze miteinander. „Viele schimpfen und meckern immer wieder. Nur wenige sind bereit, sich selbst zum Beispiel auch ehrenamtlich einzubringen“, sagt er. Ruhig, bedacht sind die Antworten, formuliert Paul Krieger seine Meinung. Dann die Frage nach Vorbildern? Da gerät er schnell ins Schwärmen, als er den Namen von Altbundeskanzler Helmut Schmidt nennt. Der sei für ihn ein Vorbild, nicht nur wegen seiner Ausgeglichenheit, seines bedachten Handelns zum Beispiel als in Hamburg Hochwasser herrschte oder als er in brenzligen politischen Situationen entscheiden musste. Schmidt habe sich auch Rat von anderen geholt und durch Lesen sich viel Wissen angeeignet. Das habe ihm gefallen. Ob er bei den nächsten Kommunalwahlen wieder antreten werde? Darüber habe er noch nicht nachgedacht, will es aber auch nicht ausschließen.

Von Bärbel Schumann

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