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Stadtumbau in Oschatz kostet neun Millionen Euro

Fördergebiete Stadtumbau in Oschatz kostet neun Millionen Euro

Per Stadtratsbeschluss wird zum 1. Januar 2017 das Oschatzer Fördergebiet Stadtumbau aufgelöst und abgerechnet. Rund neun Millionen Euro sind in den vergangenen 15 Jahren in Projekte innerhalb des Fördergebiets geflossen. Damit wurden alte Wohnungen rückgebaut oder Kindergärten saniert.

In Oschatz wurden mit dem Förderprogramm rund 32 000 Quadratmeter Wohnfläche vom Markt genommen.

Quelle: LVZ

Oschatz. Für Oschatz ist der „Stadtumbau Ost“ beendet – zumindest auf dem Papier ist seit der vergangenen Stadtratssitzung das Städtebaufördergebiet in Oschatz Geschichte. Der Stadtrat hat grünes Licht für den Abschluss gegeben.

Vor 15 Jahren wurde die Stadt Oschatz in das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ aufgenommen. „Ziel war es, städtebauliche Missstände aus der Vergangenheit zu beseitigen. Wir haben uns entsprechend der Förderrichtlinien ein Sanierungskonzept erarbeitet. Haben daraus Projekte entwickelt und sowohl private als auch öffentliche Vorhaben realisiert. Jetzt wird das Programm beendet, eine Abrechnung der Fördermittel steht an und das Fördergebiet wird aufgehoben“, fasste Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) zusammen. „In den vergangenen 15 Jahren haben wir mit diesem Programm in Oschatz viel erreicht“, sagte er. Das kann auch Uwe Steinacker bestätigen. Er ist Projektleiter der Steg, ein Unternehmen, das Kommunen seit 55 Jahren bei der Durchführung solcher Projekte berät.

„Mit insgesamt 464 Hektar Größe ist das Stadtumbaufördergebiet, das größte, welches die Stadt hatte. Allerdings war das Oschatzer Innenstadtgebiet dabei ausgeklammert, weil dieses zu einem anderen Fördergebiet gehört. Für das Stadtumbau Ost-Programm gab es drei Programmteile, die zu beachten waren“, sagt Steinacker. Dies waren im Einzelnen die Programmteile städtebauliche Aufwertung, Rückbau von Wohngebäuden sowie der Programmteil Rückführung städtischer Infrastruktur.

Besonders stark wirkte der Programmteil Rückbau von Wohngebäuden. Er macht nebenbei deutlich, wie stark der demografische Wandel schon in der Vergangenheit Oschatz beeinflusst hat. So wurden in diesem Programmteil in den vergangenen 15 Jahren genau 565 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 32 000 Quadratmetern zurückgebaut. Dazu wurden 42 Einzelobjekte entweder ganz oder teilweise aus dem Oschatzer Wohnungsmarkt genommen. „Im Regelfall handelt es sich dabei um den Rückbau von Wohnungsbestand, der aufgrund seiner Ausstattung oder seines hohen Sanierungsbedarfs nicht mehr marktfähig war“, erläutert Uwe Steinacker.

Ein wichtiger Programmpunkt war die Aufwertung. In diesem Bereich wurden in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise Sanierungsmaßnahmen an der Kita Spatzennest, Kita Kunterbunt, Kita Kinderwelt, an der Oberschule, der Bau einer Brücke über die Döllnitz, der Fußweg an der Wermsdorfer Straße oder die Gestaltung von Altgewerbefläche zu Grünflächen wie am Oschatzer Wäschereipark. Im Programmteil Rückführung städtischer Infrastruktur wurde nur ein Vorhaben realisiert. Dies betrifft den Abbruch der ehemaligen Mittelschule an der Karl-Liebknecht-Straße.

Insgesamt standen der Stadt Oschatz aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost in den vergangenen 15 Jahre reichlich neun Millionen Euro zur Verfügung. Wobei Bund und Land rund 6,8 Millionen Euro beisteuerten und die Stadt Oschatz 2,3 Millionen Euro gestemmt hat.

Von Hagen Rösner

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