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Oschatz Städtefreundschaft zwischen Oschatz und Klodawa besteht seit zehn Jahren
Region Oschatz Städtefreundschaft zwischen Oschatz und Klodawa besteht seit zehn Jahren
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00:19 13.07.2017
Jugendliche Feuerwehrangehörige aus Klodawa und Oschatz sind am Sonntagvormittag bei den Oschatzer Schützen zu Gast und üben sich in deren Disziplinen. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Adam Malinski hat Grund zum Feiern – fast auf den Tag genau vor zehn Jahren gab es den ersten persönlichen Kontakt zwischen dem damaligen Kulturbeauftragten seiner Heimatstadt Klodawa und dem Oschatzer Jugendarbeiter René Werner. Gewürdigt wurde dieses Jubiläum am Wochenende: Fast 40 Jungen und Mädchen der polnischen Stadt und ihre Betreuer waren in Oschatz zu Besuch – auf Einladung der Jugendfeuerwehr. Die Beziehungen zwischen den Nachwuchsabteilungen der Brandhelfer beider Städte sind seit fünf Jahren besonders intensiv. Auf Oschatzer Seite beteiligten sich in etwa genau so viele Kinder und Erwachsene an dem Treffen. Seit dem Jahr 2013 finden einmal alle zwölf Monate mehrtägige Besuche statt, immer im Wechsel besuchen Delegationen aus Klodawa und Oschatz die jeweils anderen. „Jeder dieser Begegnungen geht ein Treffen der Organisatoren voraus, in dem Vorstellungen und Wünsche ausgetauscht werden. So steht jedes Treffen auf sicheren Füßen“, beschreibt René Werner.

Gemeinsam im Platsch

So auch in den vergangenen Tagen. Gemeinsam genossen die Jugendlichen Freizeit im „Platsch“ und pilgerten zu Ausflugszielen der Umgebung. Zum Kennenlernen halfen Wettbewerbe und Geschicklichkeitsspiele, einer der Höhepunkte war die Technikschau im Gerätehaus der Oschatzer Wehr.

Freitagabend begrüßte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar die Gäste mit einem Grillabend im Europäischen Jugendcamp (EJC). Im EJC liegen die Wurzeln der Freundschaft. Zur 4. Sächsischen Landesgartenschau 2006 bemühte sich die damalige Campchefin Kathrin Fründt um Kontakte ins europäische Ausland. Von diesem Bestreben profitieren beide Seiten noch heute, schätzt der städtische Jugendarbeiter René Werner ein.

Bäckermeister Nils Taube aus Merkwitz sponserte zum Jubiläum eine Torte als Begrüßungsgeschenk, die am Freitagabend sogleich verputzt wurde. Die Kalorien purzelten schon am folgenden Tag wieder – der Ausflug ins Spieleparadies Grimma bot genügend Gelegenheiten zum Austoben und Abtrainieren.

Auch Eltern sind begeistert

Die Kontakte zwischen Sachsen und Polen beschränken sich indes längst nicht mehr nur auf die Bande zwischen der Feuerwehr. Auch andere haben Feuer gefangen und sind fest involviert, wenn es darum geht, den Gästen aus dem Nachbarland etwas zu bieten.

So bringen sich Heike und Torsten Oehler verstärkt mit ein. „Wenn das eigene Kind in der Jugendwehr ist und von den Ausflügen schwärmt, dann ist es gar nicht möglich, unbeteiligt zu bleiben“, sagt sie. Besonder freut sie sich darüber, dass Polen und Deutsche sich hier vorurteilsfrei begegnen und schnell Freunde finden. „Am Freitagabend waren die Nationen noch unter sich und fingen langsam an sich zu beschnuppern. Dank der gemeinsamen Aktivitäten gelingt das sehr gut“, schätzt die Lehrerin ein.

Eigens angefertigte T-Shirts

Zum Abschluss des diesjährigen Austauschs stand ein Besuch im Wellerswalder Weg an. Auf der Anlage der Privilegierten Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz übten sich die Teilnehmer im Luftgewehr- und Luftpistole-Schießen, versuchten sich im Bogenschießen mit den Mitgliedern des Polizeisportvereins Oschatz oder schoben auf der Kegelbahn eine ruhige Kugel. Immer wieder sieht man dabei Kinder wie Erwachsene die eigens angefertigten T-Shirts tragen. Unter den Schriftzug „Freunde helfen“ prangen Feuerwehrhelm, Atemschutzmaske, Äxte und ein Einsatzfahrzeug, die Namen beider Städte und die aktuelle Jahreszahl.

Unterstützt wird der Austausch vom Deutsch-Polnischen-Jugendwerk und der Zentralstelle Deutsche Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband.

Von Christian Kunze

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