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Oschatz Starker Wind wirft schwache Schilder an der Staatsstraße bei Bornitz um
Region Oschatz Starker Wind wirft schwache Schilder an der Staatsstraße bei Bornitz um
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09:17 08.03.2017
Keine Rowdys. Der Wind brachte wieder einmal einen Wegweiser zwischen Bornitz und Riesa-Canitz zu Fall.
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Wadewitz

Nun hat es auch Wegweiser Nummer 2 erwischt: Knapp drei Monate, nachdem an der grundhaft ausgebauten und Ende Oktober vergangenen Jahres für den Verkehr freigegebenen Staatsstraße 28 der Wegweiser am Abzweig Ganzig im Straßengraben landete, hat es nun die wenige hundert Meter entfernten Schilder am Abzweig Wadewitz erwischt.

Dabei waren beide Male weder Verkehrs- noch andere Rowdys im Spiel. Vielmehr ist die Standfestigkeit der Anlagen durch den Wind getestet und für mangelhaft befunden worden.

Das Schild am Abzweig Ganzig kippte bei Windstärke 9 um. Auf dem freien Feld zwischen Bornitz und Riesa-Canitz gibt es zwar keine Windmessanlage, aber in Oschatz hatte der Deutsche Wetterdienst am 11. Dezember 2016 als Spitzenwert 80 Kilometer pro Stunde registriert. Spitze waren in der vergangenen Woche die 82 Kilometer pro Stunde am Donnerstag, aber da lag der zweite Wegweiser schon. Er war bei knapp 70 Kilometern pro Stunde, das ist Windstärke 8, am Dienstag gefallen.

Im ähnlichen Bereich bewegte sich die Windgeschwindigkeit Ende Februar. Das Ergebnis war am Abzweig Wadewitz das Gleiche wie im Dezember am Abzweig Ganzig. Die am Schild wirkende Windlast hebelte die gesamte Halterung samt Fundament aus der Böschung.

Das im Dezember umgestürzte Schild wurde von der Straßenmeisterei Oschatz wieder – mit größerem Fundament – aufgebaut und blieb bei der jüngsten Wind-Attacke unversehrt. Die Straßenmeisterei hat den Wegweiser bei Wadewitz am Freitagmorgen gesichert und eingelagert bis geklärt ist, wer den Schaden beseitigen soll. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) teilt dazu mit: „Offensichtlich liegt ein Mangel vor, der Auftragnehmer wurde zur Mangelbeseitigung bereits aufgefordert“. Den Auftrag hatte das Landesamt ausgelöst. Auftragnehmer war die Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG. Markus Pitschick, Leiter der Niederlassung Freienhufen, betont, dass kein Planungsfehler vorliegt. Bei solch kleinen Anlagen gäbe es aber – anders als zum Beispiel bei großen Vorwegweiser-Tafeln wie an der Kreuzung bei Kleinragewitz – keine Fundamentpläne. Da werde auf Erfahrungswerte gebaut. Offensichtlich habe der Nachauftragnehmer der Firma Matthäi in diesem Falle am Beton gespart. „Der Mangel wird bis Mitte der Woche abgestellt“, teilt Markus Pitschick auf Anfrage der OAZ mit.

Von Axel Kaminski

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