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Oschatz Start für „Waldgebiet des Jahres“ in Wermsdorf
Region Oschatz Start für „Waldgebiet des Jahres“ in Wermsdorf
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15:12 17.04.2018
Ulrich Dohle vom Bund Deutscher Forstleute und Forstbezirksleiter Andreas Padberg (v.l.) enthüllen mit Sachsenforst-Chef Hubert Braun, den Förstern Uwe Lange und Ralf Böhme (hinten) sowie Landtagsmitglied Frank Kupfer einen 10,2 Tonnen schweren Porphyrstein am Kirchenteichparkplatz für das „Waldgebiet des Jahres 2018“. Quelle: Fotos: Wolfgang Sens
Wermsdorf

Mit einer Festveranstaltung ist das Aktionsjahr zum „Waldgebiet des Jahres 2018“ in Wermsdorf eröffnet worden. Im Ovalsaal des Schlosses Hubertusburg übernahm Forstbezirksleiter Andreas Padberg den Staffelstab von seinen Kollegen aus Rothenkirchen und Sonneberg, die den Frankenwald – das Waldgebiet des Jahres 2017 – vertreten.

Überreichen der Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres 2018“. Quelle: Wolfgang Sens

Mit der 7. Ehrung in Folge würdige man ausgezeichnete Waldgebiete in ganz Deutschland, erklärte Ulrich Dohle vom Bund Deutscher Forstleute. Es freue ihn, dass dabei auch kleinere und weniger bekannte Gebiete in den Fokus rücken. Wermsdorf folgt dabei so namhaften Regionen wie dem Usedomer Küstenwald oder dem Berliner Grunewald. „Wir wollen damit die Menschen aus dem Schatten des Waldes holen, die täglich darin arbeiten“, sagte Dohle.

Auf die Frage von Moderatorin Maren Beddies, die durch die Veranstaltung führte, warum sich der Forstbezirk Leipzig mit dem Wermsdorfer Wald um die Auszeichnung beworben hatte, verwies Leiter Andreas Padberg auf die Größe und Anschaulichkeit. „Das ist unser größtes zusammenhängendes Waldgebiet. Hier werden pro Jahr 1300 Hektar von Nadel- zu Laubwald umgebaut. Das ist eine Leistung, die sich am Wermsdorfer Wald besonders gut erlebbar machen lässt“, schrieb er. Das konnte auch Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt bekräftigen. „Der Wermsdorfer Wald ist ein facettenreiches und vielfältiges Waldgebiet, das von zahlreichen Besuchern geschätzt wird und das einer Vielzahl von Tierarten Lebensraum bietet – darunter Seeadler, Schwarzstorch und Uhu. Das ist der Erfolg nachhaltiger multifunktionaler Forstwirtschaft im Einklang mit Naturschutz und Erholungsfunktion.“

Hubert Braun, der Leiter des Staatsbetriebes Sachsenforst, erinnerte daran, dass es die heutigen Pensionäre – ehemalige Oberförster und Forstamtsleiter – waren, die das 5100 Hektar große Areal so entwickelt haben, wie es heute zu sehen sei. Helmut Striegler, Eckhard Riedel oder Joachim Wiesner sind mit dem Gebiet bis heute verbunden.

Einweihung des Gedenksteines am Kirchenteichparkplatz im Wermsdorfer Wald. Quelle: Wolfgang Sens

Das Jahr zum „Waldgebiet des Jahres“ solle genutzt werden, um Menschen die Arbeit und Funktion des Ökosystems zu vermitteln und für einen Besuch im Wald zu werben. „Wir werden dazu gemeinsam mit Vereinen und Verbänden Veranstaltungen durchführen“, kündigte Forstbezirksleiter Andreas Padberg an. Derartige Aktionen haben eine Strahlkraft weit über die Region hinaus, sagte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) gestern. Man bemühe sich darum, Ähnliches öfter in den Ort zu holen. Dass das Schloss Hubertusburg davon ein Teil sein könnte, bestätigte Landtagsmitglied Frank Kupfer (CDU) und verwies darauf, dass schon viele Millionenbeträge in den Erhalt der Anlage geflossen sind. „Wir sind seit Jahren auf der Suche, das Schloss zu beleben. Das ist schwierig, aber es gibt Möglichkeiten“, fügte er hinzu.

Theaterstück ​der Oberschule Wermsdorf zur Auftaktveranstaltung. Quelle: Wolfgang Sens

Einen immerhin kleinen Eindruck davon bekamen die Gäste zur Festveranstaltung im Ovalsaal, die von den Hainicher Jagdhornbläsern musikalisch gestaltet wurde. Außerdem brachten sich die Schüler der Klasse 5 a der Wermsdorfer Oberschule ein – sie bereicherten den Auftakt in das Waldjahr mit einem Programm aus Musik und Vorträgen. Zahlreiche Wermsdorfer und Gäste nutzten anschließend die Gelegenheit, am Kirchenteichparkplatz dabei zu sein, wo ein Gedenkstein anlässlich des „Waldgebiet des Jahres“ enthüllt wurde. An gleicher Stelle wurde auch eine Eiche gepflanzt. Die große Pflanzaktion, die wegen des neuerlichen Winters verschoben wurde, soll im April nachgeholt werden.

Von Jana Brechln

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