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Oschatz Stasi-Ausstellung in Oschatz endet mit 1000 Besuchern und über 600 Antragstellern
Region Oschatz Stasi-Ausstellung in Oschatz endet mit 1000 Besuchern und über 600 Antragstellern
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14:26 15.03.2017
Besucher der Stasi-Ausstellung informieren sich im E-Werk. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Damit haben selbst die Mitarbeiter der Leipziger Austenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde nicht gerechnet: Die Ausstellung zur Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit in Oschatz und der ehemaligen DDR im E-Werk besuchten binnen fünf Tagen fast 1000 Menschen. Rund 600 von ihnen nutzten zudem die Gelegenheit, einen Antrag auf Akteneinsicht für sich selbst oder einen vermissten, beziehungsweise verstorbenen Angehörigen zu stellen.

Aufgrund des enormen Interesses hatten die Organisatoren entschieden, einen Tag länger als geplant zu öffnen (wir berichteten). „Allein am Montag, dem zusätzlich angebotenen Ausstellungstag, konnten wir schätzungsweise 500 Besucher in fünf Stunden empfangen“, sagt die Leiterin der Außenstelle in Leipzig, Regina Schild. Mit den nun in Oschatz zusammengetragenen Anträgen habe die Behörde sicherlich einige Monate zu tun.

„Antragsteller, über die nichts in den erschlossenen Unterlagen gefunden wird, erhalten binnen zehn Wochen Bescheid. Bei positiven Ergebnissen kann eine Auskunft, je nach Umfang der Recherche, bis zu 30 Monate dauern“, informiert sie.

Zu den Besuchern der Ausstellung gehört auch Dana Bach. Die Leiterin des Oschatzer Stadt- und Waagenmuseums recherchierte vor Ort für eine geplante Ausstellung. „Im Jahr 2019 nehmen wir das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution zum Anlass für eine Sonderausstellung in unserem Museum. Die Tätigkeit der Staatssicherheit soll dabei im Mittelpunkt stehen“, sagt sie. Die Resonanz auf die Schau im E-Werk belege, dass das Thema bei den Oschatzern gefragt ist, so Bach.

Von Christian Kunze

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