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Oschatz Steinalt und steinreich
Region Oschatz Steinalt und steinreich
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15:56 03.04.2014
Feldbahn und Schmalspurbahn treffen in Glossen aufeinander - im Cafè Göttlich in Altmügeln, wo dieses und andere Fotos zu sehen sind, treffen Menschen aufeinander. Quelle: Sven Bartsch

Die Ersterwähnung von 1013 nennt "Glussi" als Ursprungsbezeichnung. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen, könnte von "Gluse" oder "Glusina" abgeleitet sein und bedeutet "Waldesdickicht". Bereits Ende des 15. Jahrhunderts hatte Glossen schon um die 250 Einwohner, die in 40 Wohnhäusern lebten. Dieses für die damalige Zeit stattliche Dorf war nicht weniger als fünf verschiedenen Behörden unterstellt. Anteile hatten das Amt Grimma, das Amt Oschatz, das Schulamt Meißen sowie das Amt Mügeln mit Sornzig. Auch grundherrschaftlich war Glossen aufgeteilt. Es war Amtsdorf. In solchen war der Landesherr gleichzeitig Grundherr. Anteile fielen auf Mügeln, Grimma, Meißen und das Rittergut im benachbarten Gröppendorf. Auch in der Kirchenorganisation fielen Teile des Ortes an Mahlis, ein anderer Teil war nach Altmügeln eingepfarrt.

Der Ort ist nicht nur steinalt, sondern auch steinreich und vereint zwei Mineralien unmittelbar nebeneinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das "weiche" Kaolin und den "harten" Quarzit. An den Quarzit-Steinbruch im Ort erinnern noch bis heute die Feldbahn sowie die bis zum Jahr 1972 betriebene Verladerampe. Die Feldbahn wird heute als Schauanlage von einem eigens dafür gegründeten Verein rührig umsorgt und ist neben der Döllnitzbahn und der Modellbahnausstellung im Sozialgebäude ein Anziehungspunkt für Touristen und Fans der Region.

Christian Kunze

Christian Kunze

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