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Stopp-Schild soll Kreuzung Zaußwitz sicherer machen

Unfallgeschehen Stopp-Schild soll Kreuzung Zaußwitz sicherer machen

Zuletzt geriet die Kreuzung der Staatsstraße zwischen Oschatz und Strehla mit der Kreisstraße zwischen Zaußwitz und dem Riesaer Stadtteil Canitz Mitte Juni in die Schlagzeilen. Bei einem Unfall waren zwei Autos ins benachbarte Feld geschleudert worden. Am Dienstag trafen sich mehrere Vertreter verschiedener Behörden vor Ort.

Wegen mehrerer Unfälle legt die Unfallkommission der Stadt Riesa eine neue Beschilderung an der Kreuzung bei Zaußwitz fest.

Quelle: Axel Kaminski

Zaußwitz/Canitz. Vormittags bei Zaußwitz: Auf der Kreisstraße 8993 stehen mehrere Pkw und Kleintransporter. Einige Personen mit Warnwesten und ein Uniformierter diskutieren am Straßenrand. Nein, es hat nicht schon wieder einen Unfall an der Kreuzung dieser Straße mit der S 31, die Oschatz mit Strehla verbindet, gegeben.

Vielmehr sollen künftige Unfälle verhindert werden. Deshalb hatte die Unfallkommission der Großen Kreisstadt Riesa zu diesem Vor-Ort-Termin eingeladen. Zu den Teilnehmern gehörten neben der Polizeidirektion Dresden, sowie dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auch das Landratsamt Nordsachsen. Peter Stracke, Pressesprecher der Torgauer Behörde erläutert: „Die Kreuzung selbst liegt im Kreis Meißen. Auf der von Zaußwitz kommenden Kreisstraße befindet sich die Kreisgrenze zirka 20 Meter vor dieser Kreuzung“. Es bestehe also ein Abstimmungsbedarf, wenn die Stadt Riesa oder der Landkreis Meißen Maßnahmen ergreifen wolle, um die Verkehrssicherheit an der Kreuzung zu erhöhen.

Andreas Wnuck, stellvertretender Leiter des Polizeirevieres Riesa, das nicht in diese Beratung einbezogen war, äußerte sich gegenüber der Oschatzer Allgemeinen darüber, wann ein Straßenabschnitt ein Unfallschwerpunkt ist. Allgemein sei das so definiert, dass dort innerhalb eines Jahres fünf schwere Unfälle passiert sein müssten. Allerdings könne man eine Stelle auch dann wie einen Schwerpunkt betrachten, wenn dort ein schwerer Unfall passiert sei, der weitere Unfälle als wahrscheinlich erscheinen lasse, weil Ausschilderung oder bauliche Gegebenheiten diese Unfälle begünstigen.

Diesen Aspekt zieht wohl auch die Riesaer Unfallkommission in Betracht. „Die Kreuzung gilt als Unfallschwerpunkt, weil dort in den vergangenen drei Jahren zwei Unfälle mit Personenschaden passiert sind“, teilt Pressesprecher Uwe Päsler mit. Dabei sei jeweils von aus Richtung Zaußwitz kommenden Fahrzeugführern die Vorfahrt nicht beachtet und in den Verkehr auf der S 31 reingefahren worden. Zwar handele es sich dort nicht um eine Kreuzung städtischer Straßen, aber die untere Verkehrsbehörde der Stadt sei dafür zuständig, weil diese Unfallstelle auf Riesaer Flur liege.

Von der Unfallkommission sei festgelegt worden, das Schild „Vorfahrt gewähren“ durch „Halt! Vorfahrt gewähren“ zu ersetzen. Das heißt, die Kreisstraße bekomme Stoppschilder statt der bisherigen Vorfahrtsschilder. Nach Protokollierung und verkehrsrechtlicher Anordnung sollen die Schilder in nächster Zeit getauscht werden. Verantwortlich für die Ausführung seien das Landesamt für Straßenbau und Verkehr beziehungsweise. das Landratsamt Nordsachsen.

An der Kreuzung bei Zaußwitz gab es in den vergangenen 16 Jahren eine Reihe schwerer Unfälle: Zuletzt waren im Juni diesen Jahres zwei Fahrzeugführer nach einem Vorfahrtsfehler verletzt worden, dazu kam ein Sachschaden, der sich auf rund 25 000 Euro addierte. Der Fahrer eines Motorrades erlag im April 2014 seinen schweren Verletzungen, nachdem das Zweirad mit einem Opel kollidiert war. Die Fahrzeugführer eines Ford und eines Toyota blieben im November 2005 unverletzt, als sie auf der Kreuzung zusammenstießen. Der Sachschaden belief sich auf 5000 Euro. Zwei Verletzte gab es an gleicher Stelle im März 2000 beim Zusammenstoß eines Fiat mit einem VW, wovon einer mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden musste.

Von Axel Kaminski

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