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Storchen-TV Mügeln auf Sendung

Tiere Storchen-TV Mügeln auf Sendung

Mügelner Akteure haben jetzt ihr Projekt vom Storchen-TV auf der Mügelner Varia-Esse realisiert und installierten dort eine Kamera, die den Blick in den Storchenhorst ermöglicht. Jetzt warten die Mitglieder des Heimatvereins Mogelin und ihre Mitstreiter auf die Ankunft von Adebar, um die Tiere in ihrem Nest beobachten zu können. Unterstützung gab es von Sponsoren und Experten aus Otterwisch.

Mügelns Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Jürgen Höhne auf der Hebebühne neben dem Storchenhorst mit der installierten Kamera.

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln. Die Mügelner und jeder Storchenfreund werden künftig live das Leben von Familie Adebar auf dem 36 Meter hohen alten Varia-Schonstein an der Döbelner Straße der Stadt miterleben können.

Die Idee für Storchen-TV aus Mügeln hatten Schornsteinfegermeister Hans-Jürgen Höhne und Storchenbeauftragter Bernhard Sommer im August vergangenen Jahres. „Wir waren auf der Rückfahrt vom Storchendorf Loburg, wo wir bei der Beringung von Mügelner Störchen und einem Filmdreh eines koreanischen Fernsehteams dabei waren. In Loburg gibt es schon eine solche Art der Beobachtungsmöglichkeit. Wir konnten uns vorstellen, dass in einem Mügelner Schaufenster dann sozusagen Bilder aus dem Horst auf einem Monitor angesehen werden können“, blickt Höhne auf die Geburtsstunde des Storchen-TV zurück. Im Mügelner Heimatverein Mogelin fand das Ansinnen der beiden Männer sofort Unterstützung, die Suche nach Mitstreitern und Sponsoren begann. Einer der ersten Gewerbetreibenden, die spontan Hilfe zusicherten, war Andreas Baumert, der in der Nähe ansässig ist. Andere spendeten Geld oder Material, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann. Aber auch Privatpersonen engagierten sich.

Jetzt wurde eine Kamera mit Blick in das Nest installiert, Kabel verlegt und alle weiteren technischen Voraussetzungen geschaffen. Einen Meter über dem Nest mit einem schützenden Schirm versehen – der soll die Technik vor dem Kot der Störche schützen und auch das Aufsetzen auf der Kamera selbst verhindern – wurde die Kamera aufgebaut. Extra dafür wurde eine Hebebühne organisiert, damit noch vor dem Eintreffen der Mügelner Stamm-Störche aus dem Süden die technischen Arbeiten abgeschlossen werden konnten. Denn Mügelns Storchenbeauftragter Bernhard Sommer hat schon die ersten Störche in der Döllnitz-Region gesehen. „Vor 14 Tagen gab es sogenannte Durchzieher, die sich auf dem Horst schon mal ausruhten“, berichtet er. Nach seinen Aufzeichnungen waren in Mügeln schon mal um den 14. März Störche zurück gekehrt, in anderen Jahren mussten die Mügelner bis Mitte April auf deren Ankunft warten. Eile, um Storchen-TV aus Mügeln 2016 senden zu können, war also geboten.

Für die Verwirklichung des ungewöhnlichen „Fernseh-Projektes“ nutzten die Storchenenthusiasten auch die Erfahrungen des Otterwischers Klaus Döge. Der EDV-Spezialist im Ruhestand und engagiertes Nabu-Mitglied ermöglicht auf seiner Internetseite nicht nur Einblicke in das Leben der Otterwischer Störche, sondern ebenso in die Nester anderer seltener Vogelarten durch den Einsatz von Nestkameras. (www.storchennest-otterwisch.de) Beim Einrichten der Mügelner Kamera war er helfend vor Ort und half zuvor schon bei der Technikauswahl.

Die Bilder aus dem Horst sollen mit der Internetseite des Mügelner Heimatvereins verlinkt werden. Bis dann überall die Bilder auf dem Monitor angesehen werden können, dauert es jedoch noch einige Tage. Ob in Mügeln selbst das Anschauen der Bilder in einem Schaufenster von Einheimischen oder Besuchern ermöglicht wird, das steht noch nicht fest.

Von Bärbel Schumann

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Mügeln
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