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Straßen in Oschatzer Wohngebieten werden ausgebaut

Investitionen Straßen in Oschatzer Wohngebieten werden ausgebaut

Der Oschatzer Hauptausschuss gab jetzt Grünes Licht für zwei Straßenbaumaßnahmen in Oschatzer Wohngebieten. Die Dr.-Külz-Straße und ein Teil der Karl-Liebknecht-Straße sowie die Wilhelm-Pieck-Straße werden 50 Jahre nach ihrer Erschließung grundhaft erneuert. Voraussetzung ist die Bestätigung im Stadtrat und die Bewilligung von Fördermitteln.

Die Park-Situation in der Wilhelm-Pieck-Straße war Thema im jüngsten Oschatzer Hauptausschuss.

Quelle: Dirk Hunger

oschatz. Die Anwohner der Dr.-Külz-Straße, Teilen der Karl-Liebknecht-Straße und der Wilhelm-Pieck-Straße können sich freuen: Im Oschatzer Hauptausschuss fiel am Donnerstagabend die Entscheidung, die genannten Straßen auszubauen. Die Stadträte folgen damit im Groben einem bereits im November 2015 beschlossenen Planungskonzept. Details und mögliche Ergänzungen waren Thema der Sitzung.

Sowohl die Dr.-Külz-, als auch die Wilhelm-Pieck-Straße wurden vor rund 50 Jahren gebaut und sind in einem sehr schlechten Zustand. Einzelne Ausbesserungsarbeiten seien nicht mehr sinnvoll, entschied das Bauamt. Mit Hilfe der Förderprogramme Stadtumbau Ost und Kommunaler Straßen- und Brückenbau können die Fahrbahnen erneuert werden.

Die größte Veränderung wird es beim Übergang der Dr.-Külz-Straße auf die Karl-Liebknecht-Straße geben. Letztere ist bei der geplanten Maßnahme nur im Wohnwegeabschnitt der Hausnummern 26 bis 40 betroffen. „Dieses Nadelöhr stellt ein Problem dar, weil haltende Autos den Weg für den fließenden Verkehr blockieren“, verdeutlichte Bauamtsleiter Michael Voigt. Da es außerdem keinen Gehweg gibt, ist der Bereich für Kinder besonders gefährlich. Der Plan sieht vor, dort einen neuen Gehweg zu schaffen.

Künftig soll es möglich sein, dass Fahrzeuge in zwei Richtungen fahren können. Ob der Vorschlag von Falk Zschäbitz (FDP), einen verkehrsberuhigten Bereich einzurichten, umgesetzt werden kann, ist noch unklar. Polizei und Landratsamt favorisieren eine Tempo-30-Zone. Hier sie das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen, betonte Voigt.

Verschwinden wird der bisher bestehende Wendehammer, hier entsteht stattdessen eine Grünfläche. Die gesamte Ausbaustrecke beläuft sich auf 210 Meter in der Dr.-Külz-Straße und 100 Meter in der Karl-Liebknecht-Straße. Der Oschatzer Beigeordnete und Kämmerer Jörg Bringewald bezifferte die Bausumme auf rund 385 000 Euro, zuzüglich etwa 25 000 Euro für neue Straßenlaternen und Planungskosten in Höhe von etwa 60 000 Euro). Gebaut werden soll in zwei Abschnitten in etwa fünf Monaten.

Bei der Erneuerung der Wilhelm-Pieck-Straße ist vor allem die Parkplatz-Situation von Belang. Entgegen des Plankonzepts werden sechs vorgesehene Pkw-Stellplätze nicht auf der Fahrbahn, sondern entlang der Straße innerhalb einer nördlich gelegenen Grünfläche geschaffen. Die übrigen neun Parkmöglichkeiten werden beibehalten und auf der Fahrbahn markiert. Überlegungen, Parkplätze versetzt auf beiden Seiten zu schaffen, werden nicht umgesetzt. Der Gehweg wird ebenfalls erneuert und bleibt einseitig geführt erhalten. Beibehalten möchte die Stadt auch die Verkehrsführung, soll heißen, an der Tempo-30-Zone und der beidseitigen Befahrbarkeit der Straße wird nicht gerüttelt.

Auch in der Wilhelm-Pieck-Straße wird die Straßenbeleuchtung erneuert, was rund 16 000 Euro kosten soll. Die reine Bausumme für die Straßenerneuerung ist mit 185 000 Euro angesetzt, zuzüglich 50 000 Euro Planungskosten. Noch vor dem Straßenbau werden Abwasserkanäle, Wasser- und Gasversorgung erneuert. Die Stadt geht davon aus, dass der Bau im zweiten Halbjahr 2016 beginnen kann, der etwa vier Monate dauert.

Am 7. April stimmt der Stadtrat über die beiden Straßenbauvorhaben ab.

Von Christian kunze

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