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Oschatz Straßenausbau nur auf schmalen Streifen
Region Oschatz Straßenausbau nur auf schmalen Streifen
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15:26 26.03.2012
Topographische Karte von Sachsen aus dem Jahr 1880. Repro: Eckehard Prinz

Von Eckhard Prinz

Das wird wohl in Lampersdorf, wo ab März umfangreiche Dorfstraßenausbau- sowie Kanalbaumaßnahmen beginnen sollen, nicht anders sein.

Mir ist es, dank des zur Verfügung gestellten Archivmateriales durch Dr. Klaus Karl möglich, über die Commerzialstraße ab der Grenze des Amtes Oschatz bis nach Wermsdorf, wo das Justiz- und Rentamt Mutzschen war, zu berichten, was sich vor 191 Jahren zugetragen hat. Es geht um die Jahre 1821/22, nachdem das Sachsenland durch den Wiener Kongress die Hälfte seines Territoriums an Preußen abgetreten hatte. So blieb nicht aus, dass der sächsischen Warenbewegung durch fremdes Zollverhalten wichtige Handelswege verschlossen blieben, was sich auf die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens höchst ungünstig auswirkte.

Preußen konnte nun in dem ehemals sächsischen Teil das weitverzweigte und recht gut ausgebaute Straßen- und Wegenetz für seine Zwecke ausnutzen. Im verbliebenen Teil von Sachsen suchte man nach neuen Wegen und Lösungen. Die wirtschaftliche Gesamtlage machte auch um die Ämter Mutzschen und Oschatz keinen Bogen, weil sich auch hier Chaussee-Ausbau notwendig machte.

Auch aus dem Mutzschener Amt gab es Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung für die Besserung von Wegen und Straßen, die in sächsischen Regierungskreisen nicht ohne Beachtung blieben. Der Begriff Chaussee stammt ursprünglich aus dem Romanischen und bedeutet Via Calcinta, das heißt mit Kalksteinen oder auch anderen Steinen gedeckter Weg.

Ein vorgesehener Ausbau vollzog sich meistens nur auf einem schmalen Streifen, daneben verlief noch ein Sommerweg als Ausweichmöglichkeit für Reiter und unbeschlagene Zugtiere.Nach sicherlich umfangreichen Vermessungsarbeiten sowie der Erarbeitung entsprechender Kostenvoranschläge kam es zum Ausbau schon genannter Commerzialstraßen, so auch der Chausseeausbau der Amtsgrenze von Oschatz nach Wermsdorf.

Der Kreishauptmann des Kreises Leipzig Alexander, August von Einsiedel, nicht zu verwechseln mit dem sächsischen Staatsbeamten Detlef von Einsiedel, schrieb am 26. Juni 1821 an Sn. Majestät den allergnädigsten König von Sachsen Friedrich August den Gerechten aus Borna und bat um 199 Taler und 12 Groschen für die Unterhaltung des schon genannten Straßenteils.

Fortsetzung folgt

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