Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz "Stress" auf dem Oschatzer Bahnhofendet mit Verurteilung vor dem Gericht
Region Oschatz "Stress" auf dem Oschatzer Bahnhofendet mit Verurteilung vor dem Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 15.04.2014

Gestern sollten sich die beiden jungen Männer vor dem Amtsgericht dafür verantworten. Die Verhandlung stand jedoch unter keinem guten Stern. Der erste Verhandlungstermin vor einem Monat fand nicht statt, weil ein Schöffe fehlte und bei der gestrigen Verhandlung konnte nur über einen der beiden Angeklagten geurteilt werden, weil der andere den Bus von Oschatz nach Torgau verpasst hatte.

Der Vorfall, über den gestern verhandelt wurde, liegt gut 18 Monate zurück. Damals war ein Ehepaar mit der Bahn auf dem Weg von Leipzig nach Oschatz unterwegs. Im gleichen Zugabteil reiste ein Oschatzer Trio, zwei junge Männer und eine Frau, mit. Die beiden Männer, alkoholisiert, sollen Fahrgäste angepöbelt haben, wobei der junge Ehemann sein Missfallen geäußert hatte und daraufhin von den beiden Männer bedroht wurde, "auf dem Oschatzer Bahnhof Stress zu bekommen". Aus dem Zug schickte die Ehefrau an ihren Bruder in Oschatz eine SMS, dass sie vom Bahnhof abgeholt werden wollen. Auf dem Oschatzer Bahnhof kam es dann zu einer tätlichen Auseinandersetzung, wobei sowohl der Ehemann als auch sein Schwager vom nicht anwesenden Angeklagten zwei Kopfstöße beziehungsweise Nackenschläge erhalten hatten. Der Angeklagte im Gerichtssaal soll die Tätlichkeiten provoziert beziehungsweise durch Zuspruch angefeuert haben. Erst als die Opfer per Handy die Polizei alarmierten, endete der Zwist.

Die Staatsanwältin sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Beihilfe zur vorsätzlichen gefährlichen gemeinschaftlichen Körperverletzung geleistet hatte. Sie forderte eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 13 Euro als Ersatz für eine sechsmonatige Freiheitsstrafe. Anders der Anwalt des Angeklagten. Er forderte einen Freispruch, weil seiner Meinung nach die verbale Provokation nicht wiedergegeben werden konnte und damit auch die Rolle des Angeklagten nicht restlos zu klären war. Zudem kritisierte er die Gedächtnislücken des Geschädigten, der seine Aussagen bei der Polizei nicht vor Gericht bestätigen konnte.

Letztlich schlossen sich Richter und Schöffen der Sichtweise der Staatsanwaltschaft an und verurteilten den Angeklagten zu 100 Tagessätzen á 13 Euro. Gegen den anderen Angeklagten wird am Donnerstag in Torgau erneut verhandelt.

Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gute Nachricht aus dem sächsischen Innenministerium für Feuerwehren: " Das Führen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und der Polizei mit einem Gesamtgewicht von über 3500 Kilogramm wird ab 1. Mai auch für jüngere Führerscheinbesitzer möglich sein", war aus dem Innenministerium zu erfahren.

15.04.2014

HSV Marienberg 27:28 (12:12). Das weibliche D-Jugend-Team der NSG Rio lieferte in der Oschatzer Rosentalsporthalle gegen die Mädchen aus dem Erzgebirge ein Spiel ab, dass voller Spannung und an Leidenschaft kaum zu überbieten war.

15.04.2014

Die Abwässer aus den Sörnewitzer Haushalten sollen künftig durch eine neue Ortskläranlage aufbereitet werden. Bevor diese gebaut werden kann, sind verschiedene Untersuchungen auf dem Grundstück und zur Verträglichkeit nötig.

15.04.2014
Anzeige