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Oschatz Sturmschäden wirbeln Veranstaltungsplan für Wermsdorfer Waldjahr durcheinander
Region Oschatz Sturmschäden wirbeln Veranstaltungsplan für Wermsdorfer Waldjahr durcheinander
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00:29 05.03.2018
Im Revier Collm des Wermsdorfer Wald wird Bruchholz zersägt. Quelle: Foto: Axel Kaminski
Wermsdorf

Die Einladungen sind verschickt, denn am 21. März soll in Wermsdorf das Aktionsjahr zum Waldgebiet des Jahres 2018 offiziell eröffnet werden. Um diesen Titel hatte sich der Forstbezirk Leipzig mit dem Wermsdorfer Wald im vergangenen Jahr beworben und war ausgewählt worden. Allerdings, bevor erst Ende Oktober das Sturmtief „Herwart“ über die Region fegt und zuletzt im Januar „Friederike“ bundesweit für beträchtliche Schäden sorgte. Auch im Wermsdorfer Wald ist seitdem Schadensbeseitigung angesagt – und die wird auch das ganze Jahr dauern. „Es sind riesige Holzmassen, die aus dem Wald geschafft werden müssen“, macht Forstdirektor Andreas Padberg deutlich. Geschätzt wird, dass in jedem der drei Reviere des Wermsdorfer Waldes zwischen 10 000 und 15 000 Festmeter Schadholz angefallen sind.

Waldjahr wird dennoch durchgeführt

Trotzdem soll das Waldjahr in Wermsdorf stattfinden – allerdings nicht wie geplant. „Wir ziehen das Jahr durch“, kündigt Padberg an, „werden aber bei Führungen und Besichtigungen den Schwerpunkt auf die Schäden durch ,Friederike’ und deren Beseitigung legen.“ Ursprünglich wollte der Forstbezirk in Vorbereitung des Aktionsjahres Wanderwege ausschildern und Rastplätze aufmöbeln, stattdessen sind nun Forstarbeiter und Holzerntemaschinen auf den Flächen im Einsatz. Außerdem sind weite Teile des Waldes für Besucher noch gesperrt, zu gefährlich ist ein Spaziergang wegen abgebrochener Äste in den Kronen oder halb umgestürzter Bäume. Damit ab dem Frühjahr dennoch zumindest einige Veranstaltungen wieder im Grünen stattfinden können, konzentriert sich der Forstbezirk bei den Aufräumarbeiten auf das Gebiet am Kirchenteichparkplatz.

Die Waldjugendspiele sollen auch dieses Jahr im Wermsdorfer Wald stattfinden. Quelle: Jana Brechlin

„Wir werden alle Arbeiten dort bündeln“, so Padberg. Immerhin sollen dort auch wieder Anfang Juni die Waldjugendspiele für Grundschüler aus der Region stattfinden. „Die Schulen haben ihre Zusagen schon vor dem großen Sturm erhalten, und ich hätte es nicht übers Herz gebracht, die Veranstaltung abzusagen“, fügt er hinzu.

Baumpflanzungen für alle Besuche

Und auch zur Eröffnung des „Waldgebiet des Jahres“ wird das Areal am Kirchenteich eine Rolle spielen. Nach der Veranstaltung für geladene Gäste im Schloss Hubertusburg sind alle Interessenten an den Kirchenteichparkplatz eingeladen. Dort sollen um 16.30 Uhr ein Gedenkstein eingeweiht und anschließend zahlreiche Bäume gepflanzt werden. „Da kann jeder kommen und mithelfen, wir werden genug Spaten und Bäume haben und sorgen auch für eine Stärkung“, wirbt Andreas Padberg. Gepflanzt werden dann überwiegend Eichen. „Flächen gibt es ja jetzt genug“, so der Forstdirektor angesichts der Sturmschäden.

Waldumbau bleibt wichtiges Ziel

Das habe „Friederike“ auch gezeigt: Nadelhölzer wie Fichte und Lärche seien besonders betroffen. „Diese Arten sind einfach nicht standortgerecht, wir müssen den Waldumbau mit Laubbäumen weiterführen“, unterstreicht Padberg. Jetzt gehe es darum, die Nadelhölzer so schnell wie möglich aus dem Wald zu schaffen, bevor die Schäden noch größer werden. „Noch ist es knackig kalt. Aber schon bei 10 bis 15 Grad Celsius fangen Borkenkäfer an zu schwärmen und finden in liegendem Material genügend Bruträume.

Von Jana Brechlin

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